In seinen Bildern lebt er weiter

Nachruf: Der Sport- und Naturfotograf Carl-Heinz Greim ist gestorben

So werden wir Carl-Heinz Greim in Erinnerung behalten: Immer ein Lächeln und natürlich ein Fotoapparat dabei. Archivfoto: Sagawe

Eschwege. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist der Sport- und Naturfotograf Carl-Heinz Greim im Alter von 65 Jahren gestorben. Der Eschweger erlag wenige Wochen nach der Diagnose seinem Krebsleiden. Er hinterlässt einen Sohn und seine Lebensgefährtin.

Greim stammt aus Bad Sooden-Allendorf und war von Beruf Steuerberater. Zwischenzeitlich arbeitete er selbstständig und war Arbeitgeber von mehreren Mitarbeitern. Menschen aus der Region ist er in den vergangenen zehn Jahren besonders als Fotograf ein Begriff geworden. Für den Lokal- und Lokalsportteil der Werra-Rundschau lieferte Greim Woche für Woche Bilder von Veranstaltungen aus dem Verbreitungsgebiet.

Einfach unvergleichlich: Sechs Jahre hat Carl-Heinz Greim als Festivalfotograf das Open Flair in Eschwege begleitet und wunderbare Bilder geliefert, die die Stimmung rund um das Festival erlebbar gemacht haben. Diese Aufnahme entstand im vergangenen Jahr. Archivfotos: Carl-Heinz Greim

Bilder in Bewegung wiesen gerade bei der Sportfotografie eine ungeheure Tiefenschärfe auf. Greim gelang es, besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen das besondere des Moments detailgenau festzuhalten. Seine exzellenten Arbeiten ließen auch das Open Flair aufmerksam werden. In den vergangenen sechs Jahren war er offizieller Fotograf des Festivals und steuerte zum gerade erschienenen Jubiläumsbuch einen Großteil der neueren Bilder bei. Greim selbst gab einen Jahreskalender mit Festivalmotiven heraus und jährlich einen Kalender mit Bildern aus der Region. Bei allem was Carl-Heinz Greim anfasste, entwickelte er große Leidenschaft. Das gilt genauso für seinen Beruf wie für seine Hobbys. Neben dem Fotografieren war er begeisterter Rad- und Motorradfahrer. Außerdem liebte er die Natur. Um sie besser zu verstehen, legte er mit über 60 Jahren noch die Jägerprüfung ab. Besonders früh morgens war er in der Region unterwegs und lieferte beeindruckende Naturszenen.

Freunde und Kollegen schätzten seine Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und vor allem sein großes Herz, in das er ganz viele Menschen einschloss. Mit Carl-Heinz Greim verliert seine Familie einen Fixpunkt, die Werra-Rundschau einen hervorragenden Kollegen, erstklassigen Fotografen und guten Freund und die Region einen Menschen, der es schaffte, die Schönheit seiner Heimat im Bild festzuhalten. In seinen Bildern wird er weiterleben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare