Feier in Marktkirche

Seit 30 Jahren stärkt das Diakonische Werk Werra-Meißner die Menschen

Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian führt durch den Gottesdienst anlässlich des 30-jährigen Jubiläums.
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Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian führt durch den Gottesdienst anlässlich des 30-jährigen Jubiläums.

Seit 30 Jahren gibt es das Diakonische Werk Werra-Meißner. Zu diesem Jubiläum gab es am Freitag einen Festgottesdienst in der Marktkirche mit anschließenden Begegnungen und Gesprächen.

Eschwege – „Mit unserem Geburtstagskind feiern wir heute vielmehr, dass sich dieses Geburtstagskind als Akteur der Wohlfahrtspflege im Landkreis so etabliert hat“ sagt Dekanin Ulrike Laakmann in ihrer Begrüßung.

Menschen zu stärken lautet der Auftrag der Diakonie. Im Jahr 1991 war die Gründung des Zweckverbandes Diakonisches Werk Eschwege/Witzenhausen. Seither wurden die Arbeitsbereiche der Diakonie stetig erweitert.

In den 1990er-Jahren wurden unter anderem allgemeine Sozial- und Lebensberatungen eingerichtet, Sucht- und Drogenberatungen eröffnet, psychologische Beratungsstellen aufgebaut, Selbsthilfegruppen aufgenommen und der Soziale Stadtteilladen Heuberg eröffnet. Seit dem Jahr 2001 gibt es die Flüchtlingsberatungsstelle. 2003 wurde die Arbeitsgemeinschaft Diakonischer Dienste im Werra-Meißner-Kreis gegründet.

Seit 2004 sind fast alle Fachbereiche des Diakonischen Werkes in das neue „Haus der Diakonie“ in Eschwege, An den Anlagen 8, gezogen.

Zu den Angeboten der Diakonie Werra-Meißner gehören inzwischen:

  • Kirchliche allgemeine Sozial- und Lebensberatung
  • Betreuungsverein
  • Familiengesundheit und Müttergenesung
  • Sozialer Stadtteilladen Heuberg
  • Fachstelle für Suchthilfe und Prävention
  • Flüchtlingsberatung
  • Flüchtlingshilfefonds
  • Quartiersmanagement

Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian begrüßte zu der Feierstunde etwa 65 Gäste. Unter ihnen waren unter anderem viele Mitarbeiter der Diakonie, Dekanin Ulrike Laakmann, Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, der stellvertretende Dekan Ralph Beyer, Kreisbeigeordnete Heike Nölke, Pfarrer Karl-Heinz Werner und Uwe Seibel von der Diakonie Hessen.

Pröpstin Katrin Wienold-Hocke erwähnte in ihrer Ansprache: „Diakonie ist direkte Kommunikation des Evangeliums. Nicht zu schweigen, wenn etwas schiefläuft, wenn jemand zu kurz kommt, das ist ein Anfang von Veränderung und von Diakonie.“

30 Jahre Diakonisches Werk Werra-Meißner-Kreis: 30 Jahre Rat und Hilfe

Kreisbeigeordnete Heike Nölke überreichte, stellvertretend für Landrat Stefan Reuß, eine Urkunde und sagte über das Diakonische Werk: „30 Jahre Diakonisches Werk Werra-Meißner-Kreis, das sind 30 Jahre Rat und Hilfe, bei Menschen jeden Alters, egal welcher sozialen Schicht. Unabhängig von Rasse, ihrem Glauben, ihrer Weltanschauung und ihrer Staatsangehörigkeit. Man vertritt die Interessen, sozial benachteiligter Menschen, setzt sich für den Schutz von Minderheiten ein, integriert andere und wirkt so gegen die Ausgrenzung. Mit dieser Aufgabe, als Teil der freien Wohlfahrtspflege, ist das Diakonische Werk ein wichtiger und verlässiger Partner des Werra-Meißner Kreises.“

Von 1991 bis 2007 war Pfarrer Karl-Heinz Werner der Diakoniepfarrer und Geschäftsführer des Diakonischen Werkes. In seinem Grußwort erwähnte er, dass die Diakonie eine tragende Säule der Anschlussfähigkeit ist und „Diakonie heißt, im Sinne Gottes unterwegs zu sein“. Laut Werner ist die Grundfrage in allen Dingen, in welcher Gesellschaft man leben möchte.

Einen sozialpolitischen Zwischenruf „Was muss sich ändern“ brachte Uwe Seibel von der Diakonie Hessen ein. Er sprach über Hartz IV, den Wohnraum und über geflüchtete Menschen. Was muss sich ändern, damit Existenzen gesichert werden, Benachteiligte im Wohnungsmarkt gleiche Chancen haben und Geflüchteten soziale Teilhabe ermöglicht werden kann?

Von Patrizia John

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