Erster Nachtragsetat

Erstmals seit 21 Jahren: Kreishaushalt im Plus

Reichensachsen. Erstmals seit 21 Jahren ist ein Kreishaushalt bei der Einbringung im Plus.

Landrat Stefan Reuß legte dem Kreistag Werra-Meißner während der Sitzung am Freitagnachmittag in Reichensachsen den ersten Nachtragshaushalt für dieses Jahr vor. Er plant mit einem Überschuss in Höhe von 188.000 Euro. Das Volumen: 135 Millionen Euro. Der Ursprungsetat war mit einem Defizit in Höhe von 1,45 Millionen Euro beschlossen worden.

Reuß nannte fünf wesentliche Gründe für die Verbesserung: • Mit einem zusätzlichen Bundeszuschuss in Höhe von 700.000 Euro und der Anhebung der Pauschale durch das Land auf 600 Euro pro Monat und Asylbewerber werden die zusätzlichen Aufwendungen für die Flüchtlingshilfe kompensiert. Dennoch sind hier Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro ungedeckt.

• Die Sparkasse Werra-Meißner hat einen Rekordüberschuss erwirtschaftet. Statt der üblichen 300 000 bis 500.000 Euro bekommt der Kreis in diesem Jahr 750 000 Euro Gewinnausschüttung von der Bank.

• Wegen des geringen Zinsniveaus muss der Kreis 300.000 Euro weniger für seine Kredite zahlen.

• Die Personalkosten verringern sich um 200.000 Euro. Reuß erklärt das damit, dass einige frei gewordene Stellen in der Verwaltung später als geplant wieder besetzt worden sind.

• Das Land überweist 100.000 Euro mehr Schlüsselzuweisung.

Auch die Städte und Gemeinden im Kreis profitieren von der deutlich verbesserten Haushaltslage: Fünfzehn der sechzehn Kommunen zahlen weniger Kreis- und Schulumlage – insgesamt 310.000 Euro.

Landrat Reuß geht davon aus, dass sich der positive Trend 2016 fortsetzt. Allerdings: Zahlen von Bund und Land würden noch fehlen, genaue Prognosen seien deswegen nur schwer möglich.

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