23 junge Leute legten an der Adam-von-Trott-Schule ihr Abitur ab

Selbstlosigkeit soll das Ziel sein

Nie wieder große Ferien: Für die 23 Abiturienten der Adam-von-Trott-Schule beginnen jetzt Berufsausbildung, Studium, Auslandsahr oder ein freiwilliges soziales Jahr. Foto: ms

Sontra. Alle haben es geschafft: Ganz stolz und glücklich nahmen jetzt die 23 Abiturienten der Adam-von-Trott-Schule in Sontra ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Im Mittelpunkt der feierlichen Verabschiedungszeremonie, zu der neben den Familien und Lehrern der Absolventen auch einige Politiker erschienen waren, stand die Rede des Oberstufenleiters Oliver Methe.

In Anlehnung an die weltweit kontrovers diskutierte Ansprache des amerikanischen Lehrers David McCollough setzte auch er sich mit den Auswirkungen der zunehmenden Standardisierung und Zentralisierung in der Bildungslandschaft auseinander: „Zu unserem eigenen Schaden sind wir schließlich dahin gekommen, dass wir Auszeichnungen mehr wertschätzen als echte Anstrengung“, zitierte Oliver Methe seinen Kollegen aus Boston: „Es dreht sich nicht mehr darum, wie man sich anstrengt, ob man was lernt, ob man an etwas wächst oder es genießt, wenn man es tut. Es dreht sich nur noch um die Frage, was es einem bringt.“

Eines sei aber sehr sicher: Die Abiturienten hätten die an sie gestellten Anforderungen allesamt erfüllt: „Nun steht die Welt für euch offen“, rief Oliver Methe den jungen Leuten zu, „egal, was ihr vorhabt, ihr könnt euch sicher sein, dass ihr gut vorbereitet worden seid.“ Schließlich ließ er seine Ansprache auch mit Worten seines amerikanischen Kollegen enden und forderte die Abiturienten auf, sich in freiem Willen, Kreativität und unabhängigem Denken zu üben, um zu erkennen, dass Selbstlosigkeit das Beste sei, was man für sich selbst tun könne. Dann gab es noch einige Auszeichnungen für herausragende Leistungen und besonderes Engagement: Das beste Abitur legte mit der Note 1,5 Mark Kujawa ab, der seitens der Schulleitung gleichzeitig für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurde. Außerdem erhielt er einen Preis für sehr gute Ergebnisse im Fach Mathematik. In Physik taten sich Björn Bachmann und Thorben Mühleder hervor, der Schulsprecher Laurenz Schmidt erhielt für seinen sozialen Einsatz einen Preis von Bundestagsabgeordnetem Michael Roth. (ms)

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