Bei Filialen, Brief- und Paketzentren verdoppelt sich vor Weihnachten die Arbeit

Sendungsflut vor dem Fest

Iris Laudach-Reichelt

Eschwege. Die letzte Woche vor dem Weihnachtsfest bedeutet Hochbetrieb für die Postmitarbeiter, die die Verteilung von Briefen und Paketen in der Region organisieren.

Weil viele Menschen ihre Weihnachtspost auf den letzten Drücker verschicken, wächst die Zahl der Sendungen auf das Doppelte der sonst üblichen Tagesmenge.

Iris Laduch-Reichelt

In der Deutschen-Post-Filiale in der Reichensächser Straße in Eschwege wird derzeit eher die dreifache Menge an Paketen und Briefen verteilt, die Kapazität des Lagers ist an der Belastbarkeitsgrenze. Schlangen bis raus auf die Straße sind in diesen Tagen dort keine Seltenheit. Deshalb ist Kundin Carina Siebert besonders froh, dass nicht ganz so viel los ist, als sie am Montagmittag ihr Paket zur Post bringt. „Ich hatte schon Angst, es würde ewig dauern“, sagt sie. Dass es in diesem Jahr wesentlich mehr Postsendungen sind, merkt man auch im Briefzentrum Göttingen. Dort steigt das Volumen kurz vor Weihnachten um das Doppelte auf etwa eine Million Briefe aller Größen, die jeden Tag in der Postleitregion 37 für den Versand eingesammelt werden oder für die Briefträgerzustellung in diesem Gebiet sortiert werden. „Um die Mehrarbeit zu leisten werden, aber keine zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt, sondern die Mehrarbeit wird umgelegt“, sagt Pressesprecher Markus Grundler.

Wer es sich einrichten kann und in diesen Tagen lange Wartezeiten am Schalter vermeiden will, sollte möglichst nicht am späten Nachmittag zur Post gehen, rät Iris Laduch-Reichelt, Pressesprecherin der Deutschen Postbank AG in Bonn. Besonders viel los sei auch montags, freitags und samstags. „Wenn man nicht unbedingt muss: nicht hingehen“, sagt sie. Wer zeitlich nicht flexibel sei, sollte auf eine weniger stark besuchte Filiale oder einen Postschalter im Handel ausweichen beziehungsweise eine Packstation aufsuchen.

Der Internethandel sorgt für mehr Verkehr in den Postfilialen. Immer mehr Menschen bestellen ihre Geschenke und andere Waren online und lassen sich diese per Post schicken. Das veränderte Kaufverhalten habe zu einem deutlich höheren Paketaufkommen geführt, sagt Laduch-Reichelt. Da die Pakete nicht immer zugestellt werden könnten, müssten sie von den Kunden bei der Post abgeholt werden. „Die Leute sind oft nicht da“, sagt Laduch-Reichelt. Eine Alternative sei die Nutzung der DHL-Packstationen, an denen man rund um die Uhr seine Pakete in Empfang nehmen kann.

„Wir tun sehr viel, um den Kunden einen guten Service zu bieten und die Wartezeit gering zu halten“, sagt Laduch-Reichelt. Allerdings ließen sich Wartezeiten vor Weihnachten trotz mehr Personal nicht vermeiden. (els/asz/dir)

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