In Oberhone

Dorfverschönerungsverein will Seniorenheim mit Schwimmbad in Eigenregie bauen

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Spatenstich: Die Aktiven des Dorfverschönerungsvereins aus Oberhone, (von links) Siggi Lohlof, Helmut Noack, Erwin Neuenfeld, Stefan Schmidt, Alfred Heckmann, Heiko Pfister, Günter Herold und Gerhard Berg wollen in Eigenregie ein Seniorenheim auf der Wiese hinter dem DGH bauen.

Die Aktiven des Oberhöner Dorfverschönerungsvereins planen ihr nächstes Projekt. Die in die Jahre gekommenen Mitglieder bauen ein eigenes Seniorenheim - mit Schwimmbad.

Gestern erfolgte der Spatenstich für das größte Projekt, das die acht Männer bislang umgesetzt haben.

Die Bauherren

Die ehrenamtlichen Helfer des Dorfverschönerungsvereins Helmut Noack, Erwin Neuenfeld, Stefan Schmidt, Alfred Heckmann, Heiko Pfister, Günter Herold, Siggi Lohlof und Gerhard Berg haben schon einige Projekte für ihr Dorf umgesetzt. Von 1980 bis 1984 waren sie für den Bau der Grillhütte mit Steingrill verantwortlich, von 1986 bis 1999 am Aufbau des Feuchtbiotops. 1993 haben sie beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses mitgewirkt, 2012 die Dachkonstruktion über den Sitzbänken an der Grillhütte errichtet, 2013 das Gerätehaus und die Toilettenanlage an der Grillhütte gebaut, 2016 bis 2018 die Wollnashörner erneuert. 2017 waren sie maßgeblich am Aufbau des Panoramawegs oberhalb von Oberhone beteiligt. „Jetzt sind wir in ein Alter gekommen, in dem wir auch an uns denken müssen“, sagte Helmut Noack, Sprecher der Gruppe. Die ersten haben die 80 schon überschritten.

Die Vorüberlegungen

Sich über die schönen alten Zeiten zu unterhalten und gemeinsam füreinander da sein und zu unterstützen, stand im Vordergrund des Groß-Projektes. Mehrere infrage kommende Häuser in dem Eschweger Stadtteil wurden überprüft, ob ein Umbau zum Seniorenheim durchführbar ist. Aber es wurde kein geeignetes Haus gefunden. So wurde ein Neubau in Erwägung gezogen.

Das Projekt

Auf dem 5842 Quadratmeter großen Grundstück auf einer Wiese oberhalb des Dorfgemeinschaftshauses soll ein zweigeschossiges, nach neusten energetischen Standards in solider Holzbauweise gefertigtes, Haus entstehen. Acht Wohnungen in der Größe von 52 bis 85 Quadratmeter sind in Planung. „Alle Wohnungen sind seniorengerecht. Wir erwarten ein ruhiges Wohnen durch einen hervorragenden Schall- und Wärmeschutz“, sagt Noack.

Mit Blick auf die Wollnashörner, die die Männer in der Vergangenheit gepflegt haben.

Hinter dem Gebäude ist ein parkähnliches Freigelände geplant. Da das Grundstück sehr groß ist, wird derzeit überlegt, in einem zweiten Schritt ein Schwimmbad mit Überdachung und weitere Freizeitanlagen aufzubauen. Weiterer Vorteil: Alle Helfer könnten die direkt neben dem Seniorenheim aufgebauten Wollnashörner jeden Morgen mit Wasser, Heu und Grasschnitt füttern.

Die Unterstützer

Mit Eschweges Bürgermeister haben die Männer einen ersten Unterstützer gefunden. Eine finanzielle Förderung konnte er aufgrund der in diesem Jahr angespannten Haushaltslage (wir berichteten) nicht zusagen. „Über die Finanzierung wurde mit der Sparkasse Werra-Meißner schnell Einigkeit erzielt“, berichtet Noack. Vom heimischen Kreditinstitut benötigen die Bauherren lediglich einen Überbrückungskredit, weil sechs der Männer ihre Eigenheime zugunsten des Projekts veräußern möchten.

Kontakt

Sollte es interessierte Oberhöner geben, die mitbauen wollen, können sie sich unter Tel. 0 56 51/1 01 72 an Helmut Noack wenden.

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