Eschwege: Wie kann man seriöse Schlüsseldienst-Anbieter finden?

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Die Tür ist zu, der Schlüssel vergessen. Helfen kann jetzt ein Schlüsseldienst - doch wie findet man einen seriösen Anbieter in Eschwege.

Nur mal kurz den Müll raus getragen, den Schlüssel nicht mitgenommen und die Tür fällt ins Schloss. Oder einfach die Tür zugezogen und den Schlüssel vergessen. In diesen Situationen ist oft ein Schlüsseldienst die letzte Rettung. Doch gibt es leider zahlreiche unseriöse Anbieter, die die Notsituation der Ausgeschlossenen ausnutzen und teils hohe drei- bis sogar vierstellige Beträge abkassieren wollen.

So ist es vor einigen Jahren auch einer Familie aus Wehretal-Reichensachsen ergangen, die für eine wenige Sekunden dauernde Türöffnung eine Rechnung von 375 Euro präsentiert bekam. 

Um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, sollten Verbraucher in einer ruhigen Minute nach seriösen Firmen wie dem Schlüsseldienst Eschwege suchen und sich wichtige Rufnummer aufschreiben.

Auch die Verbraucherzentralen raten, darauf zu achten, einen ortsansässigen Schlüsseldienst zu beauftragen, um teure Anfahrtskosten zu vermeiden. Hier finden Sie eine Liste von Schlüsseldiensten in Eschwege. Für eine einfache Türöffnung ohne Austausch des Schlosses sind laut den Verbraucherzentralen 100 Euro oder 180 Euro am Wochenende beziehungsweise nachts gerade noch angemessen.

Tipps der Verbraucherzentrale

  • Kosten verabreden: Wer mit dem Schlüsseldienst einen Werkvertrag abschließt, aber keine Vereinbarung über den Lohn getroffen hat, muss keine überhöhten Rechnungen bezahlen. Der Unternehmer hat nur Anspruch auf Zahlung der üblichen Vergütung, befand das Amtsgericht Lingen (Az.: 4 C 529/16). Zu deren Ermittlung kann die Preisempfehlung des entsprechenden Fachverbands herangezogen werden. Verbraucher sollten nach einem verbindlichen Komplettpreis für die Türöffnung fragen und wenn möglich einen Festpreis vereinbaren.
  • Zuschläge prüfen: "Sofortzuschläge", "Bereitstellungszuschläge" oder "Spezialwerkzeugkosten" - Extrakosten wie diese sind nach Ansicht des Amtsgerichts Frankfurt am Main (Az.: 31 C 63/98-44) nicht erlaubt. Zulässig sind Zuschläge nur außerhalb der üblichen Arbeitszeiten. Kunden sollten daher jeden Posten der Rechnung prüfen, bevor sie sie unterschreiben, raten die Verbraucherschützer.
  • Betrag überweisen: Der Rechnungsbetrag muss nicht zwingend in bar beglichen werden. Wer nicht genügend Bargeld zur Verfügung hat, kann auf eine Zahlung per Rechnung bestehen. Gebühren für die Bearbeitung oder Buchung, wenn der Verbraucher nicht die Rechnung sofort in bar bezahlt, sind laut einem Urteil des Landgerichts Bremen unzulässig (Az.: 1 O 725/96).

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