Koalition lehnt von der FWG geforderte Zwischenlösung für Humboldt-Kreuzung ab

SPD setzt nur auf Kreisel

Ärgernis: Lange Wartezeiten an der Humboldt-Kreuzung in Eschwege sind für viele Verkehrsteilnehmer Grund genug, vermeintlich schnellere Umwege zu fahren. Wegen der fünf mündenden Straßen sind die Ampelumlaufzeiten verhältnismäßig lang. Foto: Sagawe

Eschwege. Die Mehrheitskoalition von Sozialdemokraten und Grünen in der Stadtverordnetenversammlung ist nach Angaben von SPD-Fraktionschef Alexander Feiertag gegen jede Art von Zwischenlösung, um dem Verkehrsproblem auf der Humboldt-Kreuzung in Eschwege zu begegnen. „Unser Ziel ist es, die Kreuzung durch einen Kreisel zu ersetzen“, sagt Feiertag, „wenn wir jetzt eine Zwischenlösung umsetzen, lässt sich das Land damit noch mehr Zeit.“

Für Andreas Hölzel (FWG) ist das „aber allemal besser, als weitere mindestens sieben Jahre darauf zu warten, dass sich etwas tut“. Die Straße fällt in die Zuständigkeit des Landes. Auf der Prioritätenliste steht das Projekt nicht an oberster Stelle. Das gelte es zu ändern, fordert Feiertag. Er gehe davon aus, dass mit der entsprechenden Anstrengung viel kurzfristiger eine endgültige Lösung umzusetzen sei. Feiertag: „Innerhalb von zwei Jahren sollte das möglich sein.“ Hölzel lässt das nicht gelten. Wenn jetzt eine Übergangslösung möglich sei, die ganz kurzfristig Entlastung bringen würde, müsse sie gesucht werden, sagt er und weiter: „SPD und Grüne kämpfen an allen Fronten um Energieeinsparung und CO2-Reduzierung und wehren sich hier gegen eine Lösung, die ganz schnell und preiswert greifen würde. Die Autofahrer würden den direkten Weg über eine durchlässigere Humboldt-Kreuzung wählen, statt Umwege zu fahren und weniger lange mit laufendem Motor vor der Ampel stehen.

Feiertag sieht allerdings mehr Nach- als Vorteile. Der Busverkehr müsse neu organisiert werden und den Bewohner des Höhenweges würde die Fahrtrichtung aufgezwungen.

Von Harald Sagawe

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