Sie folgen dem Weg des Wassers

Das Ehepaar Heinemann hat 250 Wasserhäuser, Brunnen und Quellen im Kreis entdeckt

Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Zaun. Der Mann hat ein Buch in der Hand. Das Buch ist ein Fotobuch.
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Martina und Klaus Heinemann haben 250 Wasserhäuser, Brunnen und Quellen im Werra-Meißner-Kreis besichtigt und in einem

Martina und Klaus Heinemann haben ein ganz besonderes Hobby: Von 2013 bis 2018 haben sie sich auf die Suche nach Wasserbehältern im Werra-Meißner--Kreis gemacht. Die Ergebnisse ihrer Wanderungen und Ausflüge haben sie in einem Fotobuch festgehalten.

Niederdünzebach – Insgesamt 250 Wasserhäuser, Brunnen und Quellen sind in dem Fotobuch zu finden. Darauf gebracht hat das Ehepaar ein Besuch im „Trink Wasser! Museum“ in Germerode. Sie machten eine Wasserwanderung und gelangten schließlich zum Wasserhaus Germerode von 1912. Beeindruckt von der Architektur und den alten Bäumen drumherum, für die Klaus Heinemann auch eine Begeisterung hegt, fuhren sie probehalber in einen weiteren Ort, um sich das dortige Wasserhaus anzusehen.

Spätestens dann war die Begeisterung ausgebrochen. „Besonders schön sind außergewöhnliche Portalgestaltungen. Das verleiht dem Ganzen einen Schlösschencharakter“, findet Heinemann.

Das fertig gebaute Wasserwerk im Eschweger Ortsteil Niederdünzebach im Jahr 1936.

Mithilfe von Karten und freundlichen Wassermeistern entdeckten sie auch die abgelegensten Gebäude, die selbst Experten unbekannt sind. Mittlerweile sind die Heinemanns selbst Experten. „Man muss eben ein offenes Auge für die Dinge haben“, sagen sie.

Das älteste Wasserhaus, das in ihrem Fotobuch zu finden ist, steht in Orferode und ist von 1900. „Auch der Besuch der Meißner Eisquelle war sehr eindrucksvoll und spannend“, erinnert sich Martina Heinemann und zeigt auf das Foto, auf dem sie vor der fast völlig verschneiten Quelle steht.

Doch woher kommt die Motivation, diese Gebäude mühsam aufzuspüren? „Der Weg ist das Ziel. Es ist spannend, weil man nicht genau weiß, was man vorfinden wird und in welchem Zustand es ist“, erklären beide. Außerdem mache es viel Spaß, neue Perspektiven des Kreises kennenzulernen. Das Ganze sei wie eine Art Geocaching. Jedoch wollen sich die Heinemanns auf den Werra-Meißner-Kreis beschränken und haben erst mal nicht vor, ihr Gebiet zu erweitern und erneut auf die Suche zu gehen. Trotzdem möchten sie ihre Entdeckungen teilen und ihr Buch verbreiten.

Hier gibt es den Bildband

(Von Anna Schellhase)

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