Sie will ein Jugendforum aufbauen

Kim Hofmann ist bis 2024 als Jugendkoordinatorin im Werra-Meißner-Kreis unterwegs

Ihre Hauptaufgabe: Kim Hofmann soll das Jugendforum Kommunity wieder mit Leben füllen.
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Ihre Hauptaufgabe: Kim Hofmann soll das Jugendforum Kommunity wieder mit Leben füllen.

Ihr erstes Projekt hat Kim Hofmann schon fast abgeschlossen. Für die Aktionswoche zum Tag der Kinderrechte hat sie Videoclips von Jugendlichen gesammelt.

Werra-Meißner - Die Teenager sollten beschreiben, wie sie die Coronapandemie in den vergangenen Monaten erlebt haben. Unter dem Titel „Und wer fragt uns?“ wurden sie um ihre Meinung gebeten. Der Film wird in der Woche zwischen dem 20. und 27. November gezeigt.

Ursprünglich war ein Roadtrip geplant. Kim Hofmann wollte mit dem Medienwerk herumreisen und die neun Jugendlichen besuchen. Corona machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die Jugendlichen drehten die Videos jetzt selbst, Kim Hofmann konnte keine persönlichen Kontakte knüpfen. Dieses Beispiel zeigt, in welchem Dilemma die 20-Jährige momentan steckt.

Kim Hofmann: „Der Abstand macht es derzeit nicht einfach“

Einerseits soll sie die Jugend im Kreis koordinieren, andererseits muss sie derzeit Abstand halten. „Das macht es gerade nicht einfach“, sagt die Studentin aus Hessisch Lichtenau, die seit Oktober die Aufgabe der Jugendkoordinatorin der Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis übernommen hat. Ein Großteil ihrer Arbeit zum Aufbau des kreisweiten Jugendforums findet derzeit online statt.

Einiges an Zeit bleibt Kim Hofmann aber noch. Zwischen 2015 und 2019 gab es bereits einen Versuch, ein Jugendforum zu installieren. Es endete mit der Selbstauflösung. Jetzt stehen bis 2024 wieder Fördermittel zur Verfügung. 12 000 Euro haben die Jugendliche für ihre Projekte, die sie selbst finden sollen, zur Verfügung. „Ich könnte mir vorstellen, dass sie in diesem Jugendforum projektbezogen arbeiten“, sagt Katharina Franke von der Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie.

Mitglieder für Kreisjugendforum werden gesucht

Rund 40 Jugendliche suchen Hofmann und Franke in den nächsten Wochen, die sich an dem kreisweiten Jugendforum beteiligen würden. „Schön wäre es, wenn wir aus jeder Kommune wenigsten zwei Jugendliche finden würden“, sagt Hofmann.

Das Problem: In dem großen Flächenkreis Werra-Meißner kennen sie noch nicht alle aktiven Jugendlichen. Was sie festgestellt haben, ist, dass es ein Nord-Süd-Gefälle gibt. Während in Witzenhausen, Großalmerode und Hessisch Lichtenau sich die Jugendlichen bereits organisiert haben, sieht es rund um Eschwege schlechter aus. „Wir wollen auch nicht nur die üblichen Verdächtigen ansprechen, sondern auch Jugendliche aus anderen Milieus erreichen“, sagt Franke.

Was nicht gewollt ist, sind Parallelstrukturen. Deswegen ist Kim Hofmann mit Kostantinos Panou im Dialog. Der Juso-Vorsitzende hatte gerade seine Mutterpartei dazu bewegt, im Kreistag einen Antrag für ein Jugendparlament zu stellen. „Wir schauen jetzt, wo wir gemeinsam etwas entwickeln können“, sagt Hofmann.

Kontakt: Wer sich an dem Jugendforum beteiligen möchte, meldet sich bei Kim Hofmann unter 0176/83 58 63 12 oder kim.hofmann@burgludwigstein.de (Tobias Stück)

Zur Person

Kim Hofmann (20) stammt aus Hessisch Lichtenau und ist seit Anfang Oktober als Jugendkoordinatorin im Werra-Meißner-Kreis unterwegs. 2018 hat sie an der Freiherr-vom-Stein-Schule ihr Abitur abgelegt. Nach drei Semestern Lehramtsstudium für Germanistik und Geschichte an der Universität Kassel ist sie zur Internationalen Berufsakademie (IBA) gewechselt und studiert hier Sozialpädagogik und Management. Zwei Tage pro Woche studiert sie, drei Tage arbeitet sie praktisch. Den praktischen Teil absolviert sie die kommenden dreieinhalb Jahre an der Jugendbildungsstätte Ludwigstein. Seit 2016 ist Hofmann in der Jugendförderung Hessisch Lichtenau aktiv und Vorsitzende des Jugendvereins sowie Mitglied im Jugendrat. 

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