Auftritt im E-Werk Eschwege

Satirischer Jahresrückblick mit Bernd Gieseking: "Sind wir noch ganz normal?“

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Ein gern gesehener Gast nicht nur in Eschwege: der Kabarettist Bernd Gieseking mit seinem satirischen Jahresrückblick. 

Eschwege. 130 Jahre Maggi, 500 Jahre Reformation und die Trennung von Brangelina – 2016 war ein verrücktes Jahr. Besonders schmerzte Bernd Gieseking, der am Mittwochabend im Eschweger E-Werk sein Programm „Ab dafür! – Der satirische Jahresrückblick“ präsentierte, letzteres.

Die Trennung der beiden habe eine ganze Welle ausgelöst, empörte sich der Kabarettist. „Wir wollen es uns heute schön machen, weil es schön ist“, versprach er dann aber seinem Publikum. Seit 23 Jahren ist Gieseking mit seinem satirischen Jahresrückblick unterwegs. „Dieses Jahr mit neuen Texten“, schmunzelte er.

Was dann folgte, war ein wilder Ritt durch das Jahr 2016 mit all seinen Verrücktheiten und Schurkereien. Rund zwei Stunden lang lachte und litt das Publikum mit dem Kabarettisten und lauschte auch seinen kritischen Ansätzen gespannt. Für viele Eschweger gehört der satirische Jahresrückblick Giesekings schon lange zum richtigen Jahresabschluss dazu.

Aus Angst vor den Minus-Zinsen habe er sein gesamtes Vermögen erstmal im Garten seiner Eltern vergraben. „Das findet niemand, nicht mal ich“, versicherte Bernd Gieseking und bot seinem Publikum diesen Service ebenfalls an. Während seines Besuches im Hause Merkel sei ihm ganz zufällig das Tagebuch Joachim Sauers in die Hände gefallen. Lediglich aus Interesse an der Handschrift habe er dann die Seiten mit dem Handy abfotografiert, berichtete Gieseking, der es sich nicht nehmen ließ, seinen Gästen dann auch einen kleinen Einblick in das Tagebuch zu geben. Fazit: Der Steinmeier hat die Haare schön. Außerdem wird er mit nur einer Niere Bundespräsident, in den USA braucht es dafür mittlerweile nicht mal mehr ein Gehirn. Und eigentlich kandidiert Mutti Merkel gar nicht für die CDU, sondern für die SPD.

Von Selina Kaiser

Was der Kabarettist sonst noch über 2016 zu sagen hatte, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der Werra-Rundschau.

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