Touristiker jammern nicht, aber es hätte besser sein können

Sommer 2012: Die Bilanz ist durchwachsen 

Abschließende oder auch vorläufige Statistiken liegen noch nicht auf dem Tisch der Touristikverantwortlichen, aber Grund zur Klage haben sie auf den ersten Blick nicht. Allenfalls das Wetter hätte sommerlicher sein können, sagt Jutta Riedl vom Touristikverband Eschwege-Meinhard-Wanfried. Dennoch sei die auf Informationen erpichte Besucherzahl in der Eschweger Touristik-Information „unheimlich gestiegen“. Ganz obenan im Interesse standen Radwege und Premiumwanderwege oder Naturtourismus im Allgemeinen.

Eschwege. Auch ohne konkrete Zahlen sei kein signifikanter Rückgang der Übernachtungen in der Region zu verzeichnen, sagt Riedl. Keine böse Reaktion sei ihr bekannt über die Schließung des Eschweger Freibades oder die Unbenutzbarkeit der Badeseen, „die Leute fanden es allenfalls schade“ und sind ins Hallenbad oder in andere Orte ausgewichen, hat die Eschweger Fremdenverkehrsexpertin beobachtet.

Schlechter als 2011

Nicht zufrieden ist hingegen Stefanie Rat, Eigentümerin des Feriendorfs in Sontra. Ihre 270 Betten waren den Sommer über nur zu 25 Prozent ausgelastet, das sei deutlich schlechter als 2011. Wegen des unsicheren Wetters haben kurzfristige Buchungen das Geschäft doch noch ein wenig belebt.

„Sehr positiv“ ist es im Knaus Campingpark am Werratalsee gelaufen, sagt Karl Künne. Auf das algenbedingte Badeverbot im See hätten vor allem Familien mit kleinen Kindern reagiert und sind wieder weggefahren oder gar nicht erst gekommen. Dennoch bewege sich der Sommer belegungsmäßig „im grünen Bereich“, bilanziert Künne.

Keinen Einbruch hat Reinhold Bretschneider aus Schwebda mit seiner Werranixe erlebt. Allerdings die Badegäste hätten gefehlt, es sei kein Leben auf und am See gewesen, bedauert er. September und Oktober fährt er noch und hofft auf einen goldenen Herbst. (hm)

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