Barbaraschule wird keine Flüchtlingsunterkunft

Sontra: Alle Schulen an einem Standort

Sontra. Dem Schulstandort Sontra stehen große Veränderungen bevor. Die Regenbogenschule soll nach Plänen des Werra-Meißner-Kreises und des Schulamtes für die Landkreise Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis zum kommenden Schuljahr an einen neuen Standort verlegt werden.

Sie soll in die Räume der Barbaraschule an der Schulstraße und in das benachbarte Förderstufengebäude der Adam-von-Trott-Schule umziehen. Das bestätigte Landrat Stefan Reuß auf Anfrage.

Nachdem die Schüler der Regenbogenschule in dieser Woche eine Einladung für ihre Eltern zu einer Informationsveranstaltung mit Vertretern von Kreis und Schulamt zum Thema Schulstandort erhalten hatten, waren Gerüchte aufgekommen, die Schule müsse für die Unterbringung von Flüchtlingen geräumt werden. Dem erteilten sowohl Reuß als auch Bürgermeister Thomas Eckhardt eine klare Absage. Vielmehr sei geplant, die derzeit in der Barbaraschule einquartierten Flüchtlinge in Kürze in andere Unterkünfte zu verteilen. Die Klasse der Barbaraschule soll neben anderen Fachräumen vorläufig im Gebäude der Adam-von-Trott-Schule bleiben.

Seit die Barbaraschule nach den Sommerferien weilter als Notunterkunft genutzt wird, kooperieren beide Schulen auch räumlich enger. „Eine Umstrukturierung macht aus allen Gesichtspunkten Sinn“, sagt Landrat Stefan Reuß. Die Idee passe ins pädagogische Konzept, „erst recht mit Blick auf die Inklusion“. Susanne Herrmann-Borchert, Leiterin der Adam-von-Trott-Schule, begegnet den Plänen des Kreises offen. „Die Kinder könnten die Mensa mitbenutzen und langfristig kann man sicherlich auch die Nachmittagsbetreuung gemeinsam organisieren“, sagt sie. Ihre Kollegin Silke Genzel von der Regenbogenschule wollte sich vor dem Elterninformationsabend am Montag, 19 Uhr, nicht äußern.

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