15 von 16 Kommunen belasten Bürger und Betriebe stärker

Nur Sontra verzichtet auf höhere Steuern

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Werra-Meißner. Fast in allen Städten und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis wird Bürgern und Betrieben in diesem Jahr stärker in die Tasche gegriffen. Das ist jetzt dem Bund der Steuerzahler Hessen aufgefallen, als er die kommunale Steuerpolitik beleuchtete.

15 der 16 Kommunen im Landkreis erhöhten mindestens eine Steuer. Ausnahme ist die Stadt Sontra, in der die kommunale Steuerbelastung konstant blieb. In Hessen wurde der Untersuchung zufolge in diesem Jahr von 261 der insgesamt 426 Städte und Gemeinden mindestens eine kommunale Steuer erhöht.

Besonders drastische Erhöhungen im Landkreis gab es dem Vergleich des Steuerzahler-Bundes zufolge in Herleshausen, Meinhard, Waldkappel, Wanfried, Weißenborn und Witzenhausen, wo Hebesätze teilweise um 100 Punkte und mehr stiegen.

In diesem Jahr verlangen Waldkappel mit 450 Prozent, Meinhard mit 410 Prozent und Wanfried mit 400 Prozent die höchste Gewerbesteuer. Alle drei Kommunen erhöhten den Hebesatz im Vergleich zum Vorjahr erheblich. Nur die Stadt Frankfurt am Main mit 460 Prozent liegt noch darüber.

Am wenigsten belastet werden die Gewerbesteuerzahler im Werra-Meißner-Kreis mit 300 Prozent in Neu-Eichenberg. Insgesamt drehten in diesem Jahr zwölf der 16 Städte und Gemeinden an der Gewerbesteuerschraube. Den größten Sprung nach oben müssen die Gewerbesteuerpflichtigen mit jeweils 110 Punkten in den Schutzschirmkommunen Meinhard und Weißenborn verkraften. Der Kreisdurchschnittswert stieg im Vergleich zum Vorjahr um 49 Punkte auf 376 Prozent.

Bad Sooden-Allendorf führte bundesweit als erste Kommune die Pferdesteuer ein, zehn Kommunen erhöhten 2013 die Hundesteuer. Die Gemeinde Ringgau führte als elfte im Landkreis die Kampfhundesteuer ein. Mit 800 Euro pro Jahr müssen Halter solcher Tiere nun kreisweit den höchsten Betrag entrichten. (sff) ZUM TAGE, Seite 2

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