Unterstützung für Waldkita in Eschwege 

Waldkindergarten eschwege 
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Draußen bei jedem Wetter: Die Nachfrage nach Waldkindergärten wächst. In Eschwege soll im August der erste eröffnen, in Witzenhausen gibt es ihn seit Jahren, Unterrieden und Hessisch Lichtenau wollen auch. FOTO: Maja Yüce

Unterstützung hat der Sozialausschuss der Stadt Eschwege dem Verein Zukunftsschmiede bei der Gründung des Waldkindergartens an den Leuchtbergen zugesagt. Der soll am 1. August öffnen. 

Eschwege. Ein durchweg positives Votum hat der Sozialausschuss der Stadt Eschwege zum geplanten Waldkindergarten an den Eschweger Leuchtbergen abgegeben. „Das wird Eschwege sicher sehr bereichern“, sagt Karl Montag von der SPD-Fraktion am Donnerstagabend. Er habe die Schaffung einer Waldkita schon früher angeregt, das werde auch die jetzt herrschende Enge in den Not- und Übergangsgruppen wie beispielsweise aktuell im DGH Niederhone lindern. Er gehe auch von mehr als fünf Eltern in Eschwege aus, die Interesse haben, ihre Kinder in einem Waldkindergarten unterzubringen. Auch Jochen Grüning (FWG) plädierte dafür, dass die Stadt Eschwege mit mindestens acht oder neun von ihr finanzierten Kitaplätzen in das Projekt einsteigen solle. „Dann hat der Verein auch Planungssicherheit.“

Knackpunkt Platzzahl

Denn genau die Zahl der Plätze ist derzeit der Knackpunkt für den Verein Zukunftsschmiede, der den Kindergarten ab dem neuen Kindergartenjahr am 1. August eröffnen will, schilderte Helge Bartels vom Vorstand des Vereins, der das Kita-Projekt dem Ausschuss am Donnerstag vorstellte. Ausgelegt ist der Kindergarten auf maximal 20 Plätze, das Minimum sind 15 Kinder. „Um das Projekt zu unterstützen, starten wir erst mal mit fünf Plätzen“, so der zuständige Fachbereichsleiter Jörn Engler. Denn laut dem Kitabedarfsplan der Stadt Eschwege sei mit dem Neubau der Kita am Bahnhof der Platzbedarf für Kitakinder in der Stadt gedeckt.

Die Nachbargemeinden

Wie Bartels schilderte, seien die Verhandlungen mit den Gemeinden Wehretal, Meinhard, Wanfried und Meißner weitestgehend unter Dach und Fach, vor allem in Wanfried sei man von der Idee begeistert.

Der Landkreis

Um das Projekt tatsächlich zum 1. August am Start zu haben, müssen jetzt viele Dinge gleichzeitig geschehen. Der Kreis muss dem Verein eine Betriebserlaubnis geben und gleichzeitig einer Nutzungsänderung des Grundstückes an den Leuchtbergen zustimmen, Personal muss akquiriert werden für eine volle und zwei halbe Stellen. „Für die Leitung haben wir bereits eine Erzieherin mit 20 Jahren Erfahrung aus Waldkindergärten“, so Bartels. Der endgültige Pachtvertrag für das Grundstück muss ebenfalls geschlossen werden. Bis jetzt habe der Verein 17 Anmeldungen interessierter Eltern für die Waldkita.

Die Waldkita

Der Waldkindergarten soll seine Basis auf einem Grundstück an den Leuchtbergen haben, dort soll ein ausgebauter Bauwagen aufgestellt werden, für den bis Ende Februar eine Crowdfunding-Aktion läuft. „Wir verstehen uns als Alternative zu herkömmlichen Betreuungsmöglichkeiten“, so Bartels. Die Kinder werden ihre Zeit fast ausschließlich in der Natur und unter freiem Himmel verbringen. Das mache die Kinder auf vielen Ebenen stark. „In der Waldkita gibt es kein schlechtes Wetter.“

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