Mitwirkung Behinderter vereinfachen

Sparkasse übergibt je 10 500 Euro für Digitalisierung an Aufwind und Werraland

Setzen auf Digitalisierung: (vorne) Andrea Röth (Aufwind) und Georg Forchmann (Werraland Lebenswelten) sowie (hinten) Marc Semmel, Mario Schormann und Dietmar Janz von der Sparkasse Werra-Meißner.
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Setzen auf Digitalisierung: (vorne) Andrea Röth (Aufwind) und Georg Forchmann (Werraland Lebenswelten) sowie (hinten) Marc Semmel, Mario Schormann und Dietmar Janz von der Sparkasse Werra-Meißner.

Insgesamt 21 000 Euro hat die Sparkasse Werra-Meißner jetzt zu gleichen Teilen den Werkstätten für behinderte Menschen Aufwind und Werraland Lebenswelten übergeben.

Eschwege - Das Geld stammt aus Erträgen des PS-Los-Sparens der Sparkassen und soll dazu verwendet werden, um Menschen mit Behinderungen Zugang zur digitalen Welt zu eröffnen.

Tablets für Schulungen für digitale Kompetenz

Für die jeweils 10 500 Euro haben sowohl Aufwind als auch die Werraland Lebenswelten bereits eine konkrete Verwendung. Aufwind nutzt die Spende zur Anschaffung von Tablets für Schulungen zum Thema „Digitale Kompetenz“. Der Werkstattrat, die Interessensvertretung der Menschen mit Behinderung bei Aufwind, soll davon profitieren. In erster Linie werde in die Hardware investiert, teilt Vorstand Andrea Röth mit. Die Pandemie habe die Digitalisierung auch bei Aufwind enorm beschleunigt. „Die Mitwirkung über digitale Prozesse soll so einfacher werden.“

Digitales System zur Wäschesortierung

Die Werraland Lebenswelten verwenden die Gelder für ein digitales System zur Wäschesortierung in der Wäscherei. Mehr als 20 Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten in der Waschbar und in der Wäscherei am Hessenring. Eingeführt wird ein sogenanntes Ampelsystem bei der Sortierung. „So können Barrieren abgebaut werden“, sagt Vorstand Georg Forchmann.

Mit insgesamt einer halben Million Euro unterstützen die hessischen Sparkassen die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Hessen. Der Sparkassen-Finanzgruppe ist es ein besonderes Anliegen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um Menschen mit Behinderungen Zugang zur digitalen Welt zu eröffnen, sagt Gerhard Grandke, geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen. Der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Christoph Hille bedankte sich für die Spende an 46 Werkstätten. Die Digitalisierung müsse entscheidend vorangebracht werden, um den behinderten Menschen auch unter diesen erschwerten Umständen ein Weiterarbeiten zu ermöglichen. (Tobias Stück)

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