Trainingszentrum des Kreises

Spatenstich für neues Feuerwehrgerätehaus in Reichensachsen

Mehrere Spaten stecken in einem Erdhaufen. Wehretal Bürgermeister Timo Friedrich hält während des Spatenstichs die Eröffnungsrede auf dem Grundstück, wo das neue Feuerwehrgerätehaus ab sofort gebaut werden soll.
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Kleiner Bahnhof für großes Projekt: Feuerwehrleute, Gemeindevertreter, alter und neuer Bürgermeister Wehretals (Jochen Kistner und Timo Friedrich) sowie Landrat Stefan Reuß waren zum Spatenstich gekommen.

Der Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus auf der Wiese an der Brache in Reichensachsen gesetzt. Der symbolische Baubeginn fand sozusagen auf den letzten Drücker statt

Bis Ende Juni dieses Jahres musste er erfolgen – das war eine der Förderbedingungen des Landes. Erst vor fünf Tagen waren die Aufträge für die Erschließungsarbeiten des insgesamt 14 0000 Quadratmeter großen Grundstückes vergeben worden.

„Das wird ein Vorzeigeobjekt im Brandschutz im Werra-Meißner-Kreis“

Landrat Stefan Reuß

„Das wird ein Vorzeigeobjekt im Brandschutz im Werra-Meißner-Kreis“, lobte Landrat Stefan Reuß das Projekt, an dessen Gesamtkosten von circa 4,2 Millionen Euro sich der Kreis mit 570 000 Euro beteiligt. Denn das neue Gerätehaus soll nicht nur von der Feuerwehr in Wehretal genutzt werden, sondern unter anderem mit seinem Übungs- und Kletterturm sowie zusätzlichen Fahrzeugstellplätzen für den Katastrophenschutz Feuerwehrübungszentrum des Kreises werden. „Das ist nicht nur ein zukunftsweisendes Projekt für die Gemeinde, sondern für den gesamten Brandschutz im Werra-Meißner-Kreis“, sagt Reuß. Auch dem früheren Bürgermeister Wehretals, Jochen Kistner, sprach er Dank für dessen Engagement bei der Planung des Stützpunktes und dem Ringen um die Landesförderung aus und wünschte dem Vorhaben und allen Akteuren ein „Glück auf!“

So soll es aussehen: Das neue Feuerwehrgerätehaus in Reichensachsen, das auch Übungszentrum für andere Wehren im Kreis werden soll. Repro: Salzmann

„Der Neubau des Feuerwehrstützpunktes ist das größte Hochbauprojekt in der Geschichte der Gemeinde“, sagte Wehretals Bürgermeister Timo Friedrich. Es sei aber ein Ärgernis, dass zwischen den tatsächlichen Kosten und den förderfähigen Kosten solch ein gewaltiges Delta klaffe. Das hatten die Freien Wähler in der Gemeinde immer wieder kritisiert und eine Überarbeitung der Brandschutzrichtlinien in Hessen gefordert, waren aber auf taube Ohren gestoßen.

Kritik an förderfähigen Baukosten

Die Kosten für den Feuerwehr-Neubau waren seit Beginn der Planungen 2017 vom Büro Luther mit 4,2 Millionen Euro kalkuliert worden, als förderfähig akzeptierte das Land nur eine Summe von 1,5 Millionen Euro für die Baukosten. Die Landeszuwendung entspricht 40 Prozent, also 596 000 Euro. Die Gemeinde Meinhard klagt jetzt beispielsweise im Fall ihres geplanten Feuerwehrneubaus in ihrem Ortsteil Schwebda gegen einen Zuwendungsbescheid des Landes, wegen der nach Ansicht Meinhards zu niedrig angesetzten förderfähigen Baukosten (wir berichteten).

Auch für A 44 zuständig

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Reichensachsen ist ein für die Kommune dringendes Vorhaben. „Das bisherige Gerätehaus entspricht gerade bei einem stetig wachsenden Aufgabenspektrum nicht mehr den Anforderungen, ist zudem technisch veraltet und deutlich zu klein“, sagte Friedrich. Der neue Standort sei vor allem im Hinblick auf die bevorstehende Nordumgehung wohl überlegt gewählt worden, da die Feuerwehr auch einen Teilabschnitt der A 44 betreut, mit der auch die Einsatzhäufigkeit künftig deutlich ansteigen werde. Bereits in der Bauphase der A 44 hatte die Wehretaler Feuerwehr die beiden Tunnel und die Talbrücke übernommen.

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