Regionalversammlung am 16. September

SPD-Basis will mitreden: Großes Interesse im Landkreis an Regionalkonferenz

+
urn:newsml:dpa.com:20090101:190111-99-525826

Werra-Meißner – Dass eine der Regionalkonferenzen für den SPD-Vorsitz in Nordhessen stattfindet, kommt bei vielen Genossen im Werra-Meißner-Kreis gut an. Das ergab eine stichprobenartige Umfrage unserer Zeitung.

„Eine Regionalkonferenz in unserem Bundestagswahlkreis bietet unseren Mitgliedern eine gute Gelegenheit, die politische Zukunft der SPD direkt mitzugestalten“, sagt etwa SPD-Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Karina Fissmann. Das Wahlverfahren sei basisdemokratischer als „Hinterzimmer-Entscheidungen“ von einzelnen Personen oder Vorständen. Das Interesse der Parteibasis sei groß, es gebe bereits überdurchschnittlich viele Anmeldungen, bestätigt Unterbezirksgeschäftsführer Raimund Hug-Biegelmann. Doch der neue Wahlmodus sei nur ein Schritt aus der Krise, gibt Landrat Stefan Reuß zu bedenken. „Die SPD muss deutlich machen, dass sie mit klaren inhaltlichen Positionen und klaren Abgrenzungen gegenüber politischen Mitbewerbern ihr Vertrauen zurückgewinnt.“ Auch Friedel Lenze, Bürgermeister von Berkatal, fordert mehr Inhalte: „Regionalkonferenzen mit konkreten politischen Themen und Zeit zum Austausch könnten schon interessefördernd sein“, meint er mit Blick auf das Verfahren zum Koalitionsvertrag.

Zur Kandidatenfindung sei die Veranstaltung weniger geeignet. Diese Bedenken teilt Lukas Sittel, SPD-Fraktionschef im Witzenhäuser Stadtparlament: „Ich hätte es für sinnvoll erachtet, durch eine Vorauswahl der Mitglieder mit weniger Teams in den Wahlkampf zu gehen.“ Die Regionalkonferenz werde nicht alle Mitglieder erreichen, auch andere Kommunikationswege müssten genutzt werden. Einig sind sich die Befragten, dass der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Roth, der sich mit Christina Kampmann zur Wahl stellt, viele Stimmen aus der Region erhalten wird. Viele Mitglieder seien stolz, dass er antritt. Gerade Jüngere würden auf frischen Wind durch Roth hoffen, schätzt Sittel. Positiv sehen die Genossen das Ziel eines Führungsduos. „Die Verteilung von Aufgaben auf mehr Köpfe kann bei guter Abstimmung sinnvoll sein – ich halte dies für versuchenswert“, sagt Lenze.

Regionalversammlung am 16. September

Eine der 23 Regionalkonferenzen, bei der sich die Kandidaten für den SPD-Vorsitz vorstellen, findet am Montag, 16. September, in der Stadthalle Baunatal, Marktplatz 14, statt. Einlass ist ab 18 Uhr, die Konferenz dauert von 19 bis 21 Uhr. Wer teilnehmen will, muss sich anmelden, per E-Mail (bezirk.hessen-nord@spd.de) oder über ein Onlineformular. Wer bis zum 16. September in die SPD eintritt, darf später über den Vorsitz mitentscheiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare