Speicherbecken für Neubaugebiet

Eschwege: Im Böhmental entsteht unterirdische Versickerungsanlage für Regenwasser

Fast 800 Kubikmeter Erde werden seit dem 24. September im Eschweger Böhmental bewegt. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Hinterher soll die Wiese wieder landwirtschaftlich genutzt werden. 
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Fast 800 Kubikmeter Erde werden seit dem 24. September im Eschweger Böhmental bewegt. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Hinterher soll die Wiese wieder landwirtschaftlich genutzt werden. 

Eine der größten Baustellen in der Kreisstadt Eschwege befindet sich derzeit ganz versteckt.

Eschwege Im Böhmental, der Verbindung zwischen der Goldbachstraße und dem Neubaugebiet Höhgraben, werden derzeit fast 800 Kubikmeter Erde bewegt, um eine unterirdische Versickerungsanlage zu errichten. Das Speicherbecken soll das Oberflächenwasser des Neubaugebiets Höhenweg auffangen und dem Grundwasser wieder zuführen.

Unterirdischer Speicher

Um das gegenüberliegende Neubaugebiet anzuschließen, muss der Langenhainer Weg mit einem Zulaufkanal unterquert werden.

Das unterirdische Speicherbecken im Böhmental wird ein Volumen von 783 Kubikmetern haben und in einer Tiefe von drei bis fünf Metern errichtet. „Aufgrund des starken Gefälles werden zwei Energieumwandlungsschächte gebaut“, erklärt Markus Mengel, Leiter des Tiefbauamtes des Stadt Eschwege.

Seit dem 24. September bereits ist die Reichensächser Firma Küllmer-Bau dabei, die Planungen des Ingenieurbüros Henke und Herbold umzusetzen. „Wir freuen uns, dass die Ausschreibung heimische Unternehmen gewonnen haben“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. „Hier wissen wir, was wir bekommen.“ 820 000 Euro werden verbaut. Bis Jahresende sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dann soll die Wiese wieder landwirtschaftlich genutzt werden.

Hundekot im Heu

Der Bauer, der das städtische Land gepachtet hat, hat sich indes darüber beschwert, dass zahlreiche Spaziergänger die Wiese als Hundeklo missbrauchen. „Er berichtet, dass er oftmals die Heuernte nicht gebrauchen kann, weil das Futter durch Hundekot verschmutzt ist“, sagt Mengel. Bürgermeister Heppe appelliert an die Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere auch im Feld aufzusammeln und zu entsorgen.

Neubaugebiet

Für das Neubaugebiet Höhenweg gibt es inzwischen 45 Bewerbungen für 33 Grundstücke. Nicht alle Bewerbungen würden am Ende zu einer konkreten Bauabsicht führen, sagt Heppe. Deswegen könne man weiterhin sein Interesse bei der Stadt Eschwege (Fachbereich Immobilienwirtschaft) bekunden und sich auf die Warteliste setzen lassen.

Neben dem Neubaugebiet Höhenweg entsteht eine Versickerungsanlage.

Die Bauplätze sind zwischen 540 und 961 Quadratmeter groß und kosten jetzt 95 Euro mit Erschließungskosten, aber ohne Hausanschlusskosten. Familien mit minderjährigen Kindern bekommen 20 Prozent Rabatt.´Im Frühjahr soll mit der Erschließung des Baugebiets durch vier Stichstraßen mit Wendehammer begonnen werden. Im Sommer könnten die ersten Grundstücke verkauft werden, sodass ab Herbst 2021 eine Bebauung stattfinden kann. (Tobias Stück)

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