Hilfsorganisationen im Kreis bestätigen erhöhte Warenabgabe

Spendenbereitschaft steigt durch Flüchtlinge

Werra-Meißner. Die Spendenbereitschaft der Menschen im Werra-Meißner-Kreis hat sich im vergangenen Jahr erhöht.

Das bestätigen Hilfsorganisationen aus dem Kreisgebiet, die die erhöhte Spendenbereitschaft mit dem erhöhten Flüchtlingszustrom in Verbindung bringen. Gleichzeitig fehlt es teilweise an ehrenamtlichen Helfern, die die Spenden sortieren und verteilen.

Die Eschweger Tafel, die Bedürftige im Raum Eschwege versorgt, hat beispielsweise sowohl bei den Lebensmittelspenden als auch bei Geldspenden einen deutlichen Zuwachs verspürt. „Gerade die Menge der privat gespendeten Waren hat deutlich zugenommen“, sagt Margot Furchert, Vorsitzende der Eschweger Tafel. Die Tafel fährt mittlerweile auch vier Gemeinschaftsunterkünfte an. Das sei zeit- und personalintensiv, weswegen das erhöhte Aufkommen an Geldspenden nötig sei, sagt Furchert. Personell fehlen der Tafel zurzeit Dolmetscher. „Die Sprachbarriere ist zeitaufwendig und belastend“, sagt Furchert.

Personalprobleme hat der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes zurzeit nicht. „Wir haben Personal aus dem Bereich der Ehrenamtlichen fest eingestellt“, sagt Kreisgeschäftsführer Thomas Wuth. Ehrenamtlich könne man die für die Flüchtlinge zu erbringenden Leistungen auf Dauer nicht bringen.

Als großen Erfolg bezeichnet Karl Montag, einer der Initiatoren der Flüchtlingsorganisation „Eschwege hilft“, die Spendenbereitschaft. Über 1000 Kartons und Säcke mit Kleiderspenden sind bei den Helfern eingegangen. „Die Qualität von 90 Prozent aller Spenden ist hervorragend“, sagt Montag. Außerdem beschäftige man eine Näherin und arbeite mit der Wäscherei der Werraland Werkstätten zusammen. Weil für die Flüchtlinge abgegebene große Größen nicht verwendbar seien, würden andere Bedürftige von dem Überschuss profitieren.

Von Tobias Stück 

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