Eschweger soll Stiefsohn missbraucht haben

Staatsanwalt fordert acht Jahre Haft

Eschwege/Kassel. Im Missbrauchsprozess gegen einen 31-Jährigen aus Eschwege hat die Staatsanwaltschaft am Freitag acht Jahre Gefängnis gefordert. Nach drei Verhandlungstagen vor dem Kasseler Landgericht hielt Staatsanwalt Bernd Setzkorn acht der neun vorgeworfenen Taten für erwiesen.

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, sich zwischen November 2008 und März 2012 immer wieder an seinem heute zwölfjährigen Stiefsohn vergangen zu haben.

Sachverständiger sagte aus

Der Vertreter der Anklagebehörde glaubte den Schilderungen des Jungen – und nicht den Beteuerungen des Angeklagten, das Kind habe die Übergriffe frei erfunden: „Ich habe überhaupt keinen Zweifel, dass sich der Junge das nicht alles ausgedacht hat.“ Zuvor hatte auch der psychiatrische Sachverständige Georg Stolpmann ausführlich erklärt, warum die Erzählungen des Schülers „erlebnisfundiert“ sein müssten.

Urteil am Donnerstag

Die Staatsanwaltschaft verlangte eine Verurteilung wegen schweren sexuellen Missbrauchs in acht Fällen, davon dreimal in Tateinheit mit Vergewaltigung.

Am kommenden Donnerstag soll die Verteidigung plädieren und das Urteil verkündet werden.   Seite2

Von Joachim F. Tornau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare