Stadt Eschwege will Bordell und Spielhallen am Bahnhof verhindern

Eschwege. Die Kreisstadt Eschwege will verhindern, dass sich im Umfeld des Stadtbahnhofs Spielhallen und ein Bordell ansiedeln. Nach Informationen der Werra-Rundschau gibt es entsprechende Bestrebungen.

Für eine Spielhalle an der Max-Woelm-Straße 1 (ehemalige Waschbar) liegt bereits eine Bauvoranfrage vor. Konkrete Hinweise hat die Stadt darüber, dass die Umnutzung des früheren Hotels Dölles Nr. 1 als Spielhalle vorbereitet wird. Am Standort der ehemaligen Weberei an der Ecke Bahnhofstraße/Bundesstraße 249 soll nach Erkenntnissen der Kreisstadt offenbar „eine bordellartige Nutzung realisiert“ werden. Auch für das Nachbargrundstück liegt nach Angaben eines Eigentümers eine entsprechende Anfrage vor.

Die Kreisstadt befürchtet, dass diese Nutzung sich negativ auf den Bahnhof und das dortige Umfeld, ebenso auf die gerade sanierte Friedrich-Wilhelm-Straße auswirken wird. „So dass aus unserer Sicht diese Nutzung verhindert werden sollte“, heißt es dazu in einem vertraulichen Papier der Stadt. Auch wenn aufgrund des 300-Meter-Abstandes des Hessischen Spielhallengesetzes theoretisch nur eine der beiden Spielhallen realisiert werden könne. „Über das weitere Vorgehen sollen mit dem Hessischen Städte- und Gemeindebund, der Wohnstadt und der Bauaufsichtsbehörde Gespräche geführt werden mit dem Ziel, dass unter Wahrung der Fristen die Bauvoranfrage abgelehnt und auch den anderen negativen Entwicklungen Einhalt geboten werden kann“, heißt es in dem vertraulichen Papier.

Mit den Betreibern der drei Spielhallen in enger Nachbarschaft an der Niederhoner Straße in Eschwege hat die Stadt Vereinbarungen getroffen, nach denen alle drei Betriebe während einer Übergangszeit fortbestehen können, obwohl der 300-Meter-Mindestabstand unterschritten wird; allerdings mit reduziertem Angebot. 

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