Wie Dorfgemeinschaftshäuser zu retten sind

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Witzenhausen. Wie sind die Dorfgemeinschaftshäuser vor allem in kleinen Orten zu retten? Unter dem Schutzschirm wird diese Frage in vielen Kommunen derzeit intensiv diskutiert. Eine gute und damit beispielgebende Lösung ist die Gründung von Trägervereinen, wie vor zehn Jahren in Witzenhausen.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts Proloco, die der Verein für Regionalentwicklung in Auftrag gegeben hat. Teile der Studie liegen unserer Zeitung vor, sie wurden kürzlich im Haupt-, Finanz- und Rechtsausschuss der Witzenhäuser Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Durch die Gründung der Vereine vor zehn Jahren sind demnach nicht nur die Belastungen für den städtischen Haushalt reduziert worden. Pro Jahr werden im Vergleich 70 000 Euro gespart. Gleichzeitig ist auch die Auslastung der Räumlichkeiten gestiegen, die im Durchschnitt bei 31,5 Prozent liegt. Für den wirtschaftlichen Betrieb von Dorfgemeinschaftshäusern empfiehlt der Hessische Rechnungshof einen Wert von zehn Prozent.

Gerade auch im Vergleich zu anderen Kommunen steht Witzenhausen mit diesen Zahlen mit Abstand am besten da. In den kreisweit 124 untersuchten Dorfgemeinschaftshäusern und Bürgerhäusern liegt die Auslastung durchschnittlich bei 13,4 Prozent. Dass einige Kommunen im Kreis den Zehn-Prozent-Wert des Rechnungshofes für ihre Einrichtungen teils deutlich verfehlen, hängt auch mit der Konkurrenz zum Beispiel durch Gaststätten zusammen.

Aus der Vorlage des Magistrats zu dem Bericht geht auch hervor, dass die Vereine stillschweigend große Lasten schultern. Gerade die Energiekosten sind deutlich angestiegen in den vergangenen Jahren. Seit 2003 sind die Strompreise trotz des Wechsels zu einem günstigeren Anbieter um etwa 44 Prozent gestiegen. Belastungen durch Niederschlagswasser sind gar um 168 Prozent geklettert.

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