Kontaktlose Ausleihe ist möglich

Stadtbibliothek Eschwege ist zwar geschlossen, bietet aber Abholservice an

Bücher auf Bestellung: Fachbereichsleiterin Judith Rode und ihre Kollegen der Stadtbibliothek Eschwege bieten kontaktlosen Ausleihservice an.
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Bücher auf Bestellung: Fachbereichsleiterin Judith Rode und ihre Kollegen der Stadtbibliothek Eschwege bieten kontaktlosen Ausleihservice an.

Seit Mitte Dezember ist die Stadtbibliothek Eschwege coronabedingt für Publikumsverkehr zwar komplett geschlossen, doch gibt es weiterhin Möglichkeiten, sich mit neuem Lesefutter zu versorgen.

Eschwege - „Wir bieten seit dieser Woche die kontaktlose Ausleihe an“, erklärt Fachbereichsleiterin Judith Rode. Hierfür könnten verfügbare Medien telefonisch (0 56 51/6215) oder per Mail (bibliothek@eschwege-rathaus.de) bestellt werden.

„Die Medien können dann zu einem vereinbarten Termin im Vorraum der Bibliothek abgeholt werden.“ Ausgenommen von dem kontaktlosen Service seien allerdings Bilderbücher und Hörbücher für Kinder und Erwachsene. Darüber hinaus bietet die Bibliothek auch Überraschungspakete an. „Wir denken zwar, dass das kontaktlose Angebot gut angenommen wird, gehen aber nicht davon aus, die gewohnten Ausleihzahlen zu erreichen.“ Hierzu fehle einfach die Möglichkeit des gemütlichen Stöberns. Und wer sich fragt, was mit den entliehenen Medien passiert, die derzeit nicht zurückgebracht werden können, für den gibt es eine gute Nachricht, denn „alle Medien wurden automatisch bis zum 13. Februar 2021 verlängert“, erklärt Judith Rode.

Und auch wer bislang noch kein Mitglied der Stadtbibliothek ist, kann dies in diesen Tagen werden. Interessierte können sich hierzu gerne an die Mitarbeiter der Stadtbibliothek wenden. Mit Blick auf das vergangene Jahr zieht die Stadtbibliothek ein durchwachsenes Fazit.

Einbußen bei Ausleihe durch Pandemie

„Die Coronapandemie hat zu Einbußen in der Ausleihe geführt, aber diese waren nicht so deutlich wie befürchtet“, so die Fachbereichsleiterin. Gestiegen sei die Nutzung der rein digitalen Medien („Onleihe“) um rund 25 Prozent. Beliebt waren weiterhin Buchreihen für Kinder aus dem Fantasy-Bereich und Krimis für Erwachsene. Ein besonderer Renner waren kleine Hörspielfiguren, die erst seit 2020 im Programm der Bibliothek zu finden sind.

Bereits im Frühjahr musste die Stadtbibliothek für sechs Wochen ihre Türen schließen. In dieser Zeit wurde ein Konzept erarbeitet, wie der Bibliotheksbetrieb mit Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden kann. Dazu zählten die Anschaffung von Desinfektionsspendern, Abstandsmarkierungen, dreitägige Quarantäne entliehener Medien sowie die Ausleih- und Rückgabetheke hinter Plexiglas – Maßnahmen, die von den Mitarbeitern und Besuchern der Bibliothek gut angenommen wurden. Für 2021 hofft man darauf, dass das übliche Programm, etwa Literaturtreffs, Veranstaltungen und der Bücherflohmarkt wieder möglich sein können.

Bibliothek erhält Namen Rolf Hochhuths

Außerdem steht in den kommenden Monaten noch ein besonderes Ereignis bevor, nämlich die Umbenennung in Rolf-Hochhuth-Stadtbibliothek und damit die Würdigung des aus Eschwege stammenden Dramatikers, der seiner Geburtsstadt zeit seines Lebens sehr verbunden war. Rolf Hochhuth starb im Mai vergangenen Jahres in Berlin. Die Stadtbibliothek Eschwege beherbergt über 30 000 Bücher, Gesellschaftsspiele, Hörmedien, Zeitschriften, Magazine, DVDs und CDs für jedes Alter. Weitere 90 000 digitale Medien stehen über die sogenannte „Onleihe“ zur Verfügung. Besonders bemerkenswert ist die Kinder- und Jugendabteilung, die rund 9000 Medien enthält und den jüngeren Altersklassen Freude am Lesen bereiten soll. Maren Schimkowiak

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