Entscheidung des Amtsgerichts: Alter Vorstand bleibt vorerst

Stadtmarketing: Wahl für ungültig erklärt

Eschwege. Erneut kommt Unruhe ins Eschweger Stadtmarketing: Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat das Amtsgericht Eschwege die Vorstandswahl für ungültig erklärt.

„Das Schreiben des Amtsgerichts hat mich am Dienstag überrascht“, sagt Lars Walter. Damit ist sein Team nicht mehr handlungsberechtigt, laut Amtsgericht der alte Vorstand um Hartmut Schepp wieder zuständig.

Als Begründung nannte das Amtsgericht laut Walter den formalen Ablauf der Wahl, der nicht satzungskonform gewesen sei. Die Mitglieder hatten während der Versammlung Ende Oktober nicht über die einzelnen Vorstände, sondern in einer Blockwahl über das Team Walter und das Team Schepp abgestimmt. Laut Satzung hätte aber jedes Vorstandsmitglied einzeln gewählt werden müssen.

Walter findet es ärgerlich, dass diese Nachricht so schnell an die Öffentlichkeit gelangt ist: „Ich habe am Dienstagmittag lediglich die Stadt und den alten Vorstand über die Entscheidung des Amtsgerichtes informiert und keine 20 Stunden später ruft die Presse an“. Wie die Informationen durchgesickert seien, wisse er nicht. Wie es jetzt weitergeht, wisse er ebenfalls noch nicht. Kar ist für ihn nur, dass er weiterhin mit seinem Team antreten möchte. Die Chance dazu schätzt er selbst aber als gering ein, da „die Satzung sicherlich nicht so schnell geändert wird“.

Der alte und jetzt wieder aktuelle Vorsitzende Hartmut Schepp sagt deutlich: „Wir sind vom Amtsgericht beauftragt worden weiterzuarbeiten. Das nehme ich ernst“. Er will jetzt erst einmal die Planungen für dieses Jahr gut zu Ende bringen und hofft, die Neuwahlen noch im Dezember durchführen zu können: „Allerdings diesmal hieb- und stichfest“. Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe hofft, dass sich jetzt alle Beteiligten an einen Tisch setzen und gemeinsam den Blick nach vorn richten.

Von Diana Rissmann 

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