Stadtmuseum startet mit Neuheiten in die Saison

Hier wurde früher fleißig gelernt: Eine alte Schulbank ist neu in den Ausstellungsräumen des Stadtmuseums. Foto:  Rimbach

Eschwege. Am Sonntag startete die Saison des Eschweger Stadtmuseums. Gewährt werden dann Einblicke in die Geschichte Eschweges von der Vor- und Frühzeit bis ins 20. Jahrhundert.

Blitzlicht erleuchtet die Vorderseite eines alten Fotoapparats im Atelier. Ausgelöst wird es aber nicht von dessen ursprünglichem Besitzer, dem Eschweger Fotografen Tellgmann, sondern von einem der faszinierten Museumsbesucher, der vor dem hölzernen Kasten steht. Am Sonntag startete die Saison des Eschweger Stadtmuseums, das bis zum 31. Oktober an jedem Dienstag, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr seine Türen öffnet. Gewährt werden dann Einblicke in die Geschichte Eschweges von der Vor- und Frühzeit bis ins 20. Jahrhundert.

Los geht es mit dem aufgrund der Umgestaltung dieses Bereichs derzeit leicht reduzierten Bestand zur Geologie im Erdgeschoss. Zu sehen sind dort tierische Knochenfunde sowie ein großes Diorama mit heimischen Tieren und Grabungsfunden, die von dem Leben in der mittleren Steinzeit bis in das Mittelalter hinein zeugen. Auch dem Thema Bergbau wird sich hier gewidmet.

Wie Menschen während des 18., 19. und bis in das 20. Jahrhundert hinein gelebt haben, zeigt das erste Obergeschoss, das außerdem von der Stadtwerdung Eschweges berichtet. Ein Blick in den Alltag früherer Zeiten lässt sich dort ebenfalls werfen, unter anderem dank einer der neu hinzugekommenen Schulbänke.

Neues gibt es im zweiten Obergeschoss zu sehen, in dem sich unter anderem Exponate zum Juden- und Christentum finden. Eine Abteilung widmet sich hier den Handwerken, stellt Tuchmacherei und Leineweberei vor und gewährt einen Einblick in das Atelier des Fotografen Tellgmann. Im Bereich zu dem Beruf des Schuhmachers fasziniert der größte Schuh Hessens, der eine Länge von 150 Zentimetern und damit Schuhgröße 219 besitzt.

Den Bestand des Museums haben Objekte der Beleuchtung und Messgeräte für Elektroanlagen ebenso wie eine von Günther Schneider als Leihgabe zur Verfügung gestellte Standuhr und eine kunstvoll bemalte Hochzeitstruhe mit Aufschrift erweitert. Jedem Interessierten, der zu einem bestimmten Thema mehr erfahren möchte, steht zudem das Stadtarchiv zur Verfügung.

In den ersten anderthalb Stunden der Saison lockte das Museum bereits zwei Führungsgruppen, zu denen unter anderem Besucher aus Köln, Kiel und Berlin gehörten, sowie zehn Erwachsene und zwei Kinder an. Eine der Besucherinnen war sich sicher: „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.“ 

Von Eden Sophie Rimbach

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