Ostermontag startet das Eschweger Museum in die neue Saison - Jubiläumsprogramm

Stadtmuseum wird 100 Jahre

Märchentante: Auch im Jubiläumsjahr wird Stadtführerin Anja Fett wieder Märchen im Stadtmuseum erzählen. Foto: Salewski

Echwege. Am Ostermontag lädt das Eschweger Stadtmuseum ab 14 Uhr zur Saisoneröffnung. Auf vier Etagen können die Besucher dann in den großzügigen Räumen des ehemaligen Lagerhauses Vor dem Berge 14 a wieder in die Regionalgeschichte eintauchen, auch einige kleine Überraschungen wird es zum Feiertag für sie geben.

Damit fällt gleichzeitig der Startschuss für ein besonderes Jubiläum, denn das Museum besteht nun seit genau 100 Jahren. Wie Stadtarchivar Dr. Karl Kollmann und sein Kollege York-Egbert König ankündigten, werde es aus diesem Anlass in den kommendenen Monaten verschiedene Sonderausstellungen und Veranstaltungen rund um das Stadtmuseum geben. So sei etwa für November eine Feierstunde in der Aula der Friedrich-Wilhelm-Schule geplant, wo im Jahre 1913 die feierliche Schlüsselübergabe zur Eröffnung der Einrichtung stattfand. Diese war damals im Rittersaal des Landgrafenschlosses untergebracht und zeigte von Mitgliedern des Geschichtsvereins zusammengetragene „wertvolle Altertümer und Schätze“.

Diese sind auch heute noch in der Ausstellung zu sehen, wenngleich sich das Konzept des Museums über das Jahrhundert hinweg stark verändert hat, vor allem seit der Übernahme durch die Stadt im Jahre 2002 hat sich gerade didaktisch viel getan. Die Historiker Dr. Karl Kollmann und York-Egbert König verfolgen die schrittweise Umgestaltung weg vom verstaubten Heimatmuseums hin zu einem offenen und lebendigen Stadtmuseum. „Vieles von dem, was es auch sonst vielfach zu sehen gibt, haben wir aussortiert“, so Karl Kollmann, „wir setzen auf Exponate, die exemplarisch für die Stadtgeschichte Eschweges stehen, haben hier thematische Schwerpunkte gesetzt und die Ausstellung so erweitert, dass gerade auch die jüngeren Besucher hier die Vergangenheit wirklich entdecken können.“

Dazu gehören etwa eine eigens entwickelte Museums-Rallye für die ganze Familie oder auch die Spielzeugabteilung mit Puppen und Teddys längst vergangener Zeiten. Besonders stolz sind die Macher des Stadtmuseums, dazu gehören auch einige ehrenamtliche Mitarbeiter aus Geschichtsverein und Bevölkerung, auch auf die Original-Uniform des Lützower Jägers Jacob Christoph Heinemann, der vor 200 Jahren in den sogenannten Befreiungskriegen gegen Napoleon gekämpft hatte und anschließend hoch dekoriert in seine Heimatstadt Eschwege zurückgekehrt war. „Seine Uniform ist als mutmaßlich einzige der Lützower erhalten geblieben“, so Historiker York-Egbert König. Aber auch das beeindruckend nachgestellte Fotoatelier Telgmann, das Eschweger Stadtbildmodell oder der riesige Jubiläumsschuh der ehemaligen Schuhmacherinnung Kassel gehören zu den Besonderheiten der Ausstellung.

„Bei uns gibt es wirklich viel zu entdecken“, findet York-Egbert König, der sich schon sehr auf die Saisoneröffnung und das Jubiläumsjahr freut. Bis 31. Oktober hat das Eschweger Stadtmuseum, Vor dem Berge 14a, jeweils dienstags, samstags und sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten möglich. Erwachsene zahlen 2 Euro Eintritt sowie Kinder ab sieben Jahren 1 Euro. Kontakt: 05651/304281. (ms)

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