Folgen des Krankenhausgesetzes müssen abgewartet werden

Stärkung des Klinikums ist noch Zukunftsmusik

Werra-Meißner. Ob sich das kürzlich von CDU/CSU und SPD beschlossene sogenannte Krankenhausstärkungsgesetz so hilfreich insbesondere auf die regionalen Krankenhäuser auswirkt, wie es der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich kürzlich vorgestellt hat, ist noch nicht sicher. „Wir sehen das nicht so euphorisch“, erklärte auf Anfrage Geschäftsführer Christoph Maier von der Gesundheitsholding Werra-Meißner.

Die Leistungen, die das Klinikum als Grund- und Regelversorger erbringe, seien für das nächste Jahr um 0,4 Prozent abgewertet worden, bedauerte er. Schon mehrere Jahre in Folge profitierten dabei die Maximalversorger und Uni-Kliniken. Vieles, das sich durch das neue Gesetz zum Besseren ändern soll, sei auch noch Zukunftsmusik und noch nicht zu bewerten, so Maier.

Laut Heiderichs Pressemitteilung bekommen die Krankenhäuser in den nächsten fünf Jahren 9,5 Milliarden Euro mehr Geld. Rechnerisch müssten bei 2000 Kliniken bundesweit ungefähr 950.000 Euro pro Jahr auf jedes Krankenhaus im Durchschnitt entfallen. Da viele Zuschläge und Programme allerdings eher Maximalversorger, Schwerpunkthäuser oder aber defizitäre Häuser beträfen, dürfte die Förderung für das Klinikum Werra-Meißner deutlich niedriger ausfallen, schätzt Maier.

Konkret entlastet wird das Klinikum, wenn der Investitionskostenabschlag für ambulante Leistungen gestrichen wird. Dadurch würden 20.000 Euro pro Jahr gespart. Und mit rund 80.000 Euro werde das Klinikum jährlich unterstützt, wenn das Programm zur Hygieneförderung fortgeführt wird. Zudem rechnet das Klinikum damit, dass Tarifsteigerungen durch Sonderzuschläge vom Bund teilweise ausgeglichen werden. Das soll, hatte Heiderich erklärt, insbesondere den kommunalen Häusern helfen, die steigenden Personalkosten besser zu schultern. Die Orthopädische Klinik in Hessisch Lichtenau wollte dazu nicht Stellung nehmen. (sff)

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