EU unterstützt zwei Uni-Projekte

Mehr Hilfe für Start-ups im Bereich Ökolandwirtschaft und Ernährung im Werra-Meißner-Kreis

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Besonderes Andenken: NAch der Übergabe der Förderbescheide für zwei wegweisende Uni-Projekte überreichte Marina Hethke (links) überreicht Wissenschaftsministerin Angela Dorn eine Bulbille (Blütenröhren) von einer riesigen Agave im Tropengewächshaus Witzenhausen.

Der Werra-Meißner-Kreis soll sich zum Zentrum für Betriebsgründungen in der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft entwickeln. Dafür gibt es 668.000 Euro.

Das Geld kommt aus dem Topf für regionale Entwicklung der EU. Die Bescheide für die beiden Projekte, die jeweils knapp vier Jahre laufen, übergab Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Mittwochnachmittag in der Universität Kassel am Standort in Witzenhausen. Schließlich handelt es sich um zwei Projekte des Uni-Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften.

Das Projekt „Entwicklung eines Start-up-Hotspots für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft im Werra-Meißner-Kreis“ richtet sich an Gründer aus der Uni, die sich in der Land- und Ernährungswirtschaft selbstständig machen wollen. 

Kurse und Coachings sollen Grundlagen zur Unternehmensgründung vermitteln

Zu den Angeboten zählen Intensivkurse und Coachings, in denen die Teilnehmer die wichtigsten Grundlagen rund um die Unternehmensgründung vermittelt bekommen. Zudem soll es regelmäßige Netzwerktreffen geben, bei denen junge Unternehmer ihre Geschäftsideen präsentieren und von etablierten Profis beraten werden.

Das andere Projekt – „Innovationsnetzwerke für mehr Ressourcen-Effizienz“ – soll Plattformen schaffen für eine Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen aus der Region im Bereich des nachhaltigen Bauens und der ökologischen Landwirtschaft. 

In den Netzwerken geht es zum Beispiel um die Frage, wie man Baumaterialien noch besser recyceln und aus Bioabfällen noch mehr Nährstoffe für die Landwirtschaft ziehen kann.

Angela Dorn, Wissenschaftsministerin

Beide Projekte führten Forschung und Wirtschaft noch näher zusammen und schüfen dauerhafte Strukturen des Dialogs zwischen Wissenschaft, Unternehmen, regionaler Politik und den Menschen vor Ort, sagte die Ministerin vor Vertretern der Uni Kassel, darunter auch Kanzler Dr. Oliver Fromm. Dorn weiter: „So entsteht noch mehr Know-how, um gezielt Antworten auf zentrale ökologische und gesellschaftliche Fragen unserer Zeit zu finden.“ Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen fange mit der Ernährung an. 

Erste Projekte: Erlebnismarkt für Firmengründer

Bei einem ersten „Trainingslager“ für Gründungswillige im Sommer wurden, wie Prof. Dr. Detlev Möller zum Projekt Startup-Hotspots berichtete, bereits einige Geschäftsideen entwickelt. 

Darunter sind ein Erlebnissupermarkt, eine Internetplattform für den Verkauf regionaler Lebensmittel sowie Coaching und Selbsterfahrung mit Pferden. Um den Gründern auch Erfahrungen an die Hand zu geben, soll extra ein „Unternehmerrat der Bio-Region Werra-Meißner“ gebildet werden.

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