Statistik: So wenige Verkehrstote wie noch nie im Kreis

Eschwege. Im Werra-Meißner-Kreis gab es im vergangenen Jahr so wenige Verkehrstote wie noch nie. Das besagt die Statistik der Polizeidirektion Werra-Meißner, die am Donnerstagmittag veröffentlich wurde. Bereits im Vorjahr wurde mit sechs Verkehrstoten ein vorläufiger Tiefststand erreicht. Dieser Wert wurde 2014 mit nur drei Opfern nocheinmal halbiert.

Im laufenden Jahr wird die Statistik nicht unterschritten werden. Im ersten Quartal 2015 gab es bereits so viele Unfalltote wie im gesamten vergangenen Jahr. Nicht nur die Zahl der Toten ist zurückgegangen, auch die Gesamtzahl der Unfälle wurde weniger. Statt 2237 Einsätzen 2013 wurde die Polizei 2014 nur zu 2145 Unfällen gerufen. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Jahre, in denen immer weniger Verkehrsdelikte gezählt wurden. Außergewöhnlich war nur das Jahr 2010, als sich die Zahl zwischenzeitlich auf 2410 Unfälle erhöhte. Ursachen für die Probleme im Straßenverkehr sind Zusammenstöße beim Wenden, nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit, ungenügender Sicherheitsabstand, Nichtbeachten der Vorfahrt, Fahren unter Alkoholeinfluss und Überholmanöver. Am häufigsten wird die Polizei zu Zusammenstößen auf Parkplätzen gerufen. Hier ergeben sich auch die häufigsten Unfallfluchten“, sagt Polizeihauptkommissasr Rüdiger Willich, bei der Polizeidirektion für die Verkehrsunfallstatistik zuständig. Die Aufklärungsquote nach sogenannten Parkplatzremplern ist gesunken. Jedes dritte Delikt (179) dieser Art wird aufgeklärt, 340 Fälle sind allerdings ungeklärt. „Uns fehlen die Zeugen“, sagt Willich. Dabei sei eine Unfallflucht kein Kavaliersdelikt, die bei Verurteilung drastisch bestraft werde. Große Gefahr im ländlichen Raum sind nach wie vor die Wildunfälle. Sie sind zurückgegangen. Auch, weil an Unfallschwerpunkten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden.

Von Tobias Stück

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