Pannen- und Räumdienste haben alle Hände voll zu tun

Starker Schneefall: NVV stellte Busverkehr ein

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Versunken im Schnee, hieß es am Montag vielerorts im Werra-Meißner-Kreis: Auch WR-Mitarbeiterin Gudrun Skupio hatte allerhand zu tun, um das Auto wieder von den Schneemassen zu befreien.

Eschwege. Der gesamte Busverkehr in Nordhessen wurde gestern Vormittag schneebedingt vorübergehend eingestellt. „Aufgrund des starken Schneefalls und der damit verbundenen Verkehrssituation ist es nicht mehr möglich, zuverlässig und sicher Fahrgäste zu transportieren“, so Sabine Herms, Sprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV). Kurz nach 12 Uhr fuhren die Busse wieder.

Nennenswerte Auswirkungen auf den weiteren Straßenverkehr hatte das Winterwetter offenbar nicht. Polizeisprecher Jörg Künstler meldete gestern Vormittag: „Alles entspannt und ruhig, keine besonderen Vorkommnisse.“ Noch vor der Einstellung des Busverkehrs erreichten die jungen Fahrgäste die Eschweger Schulen. „Wir hatten Krankmeldungen im sonst üblichen Rahmen und einige wenige Verspätungen“, berichtet Harald Krones, Direktor der Brüder-Grimm-Schule.

Selbst die Lehrer, die in anderen Regionen wohnten und über das Wochenende zu Hause waren, seien pünktlich zum Unterricht erschienen, so Krones. „Keinerlei Beeinträchtigungen oder irgendwelche Abmeldungen“ beeinflussten den Unterrichtsalltag an der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege, teilte Hannelore Naujoks aus dem Sekretariat des Gymnasiums mit. Gut zu tun hatten die Pannendienste und der Bauhof. „Das ging schon in den frühen Morgenstunden los“, berichtet Jan Brunow vom ADAC-Pannendienst in Niederhone von einer guten Auftragslage am gestrigen Montag. Schnell waren die ersten zwanzig Einsätze gefahren. Berufspendler seien in den Straßengraben gerutscht, andere seien erst gar nicht losgekommen. Brunows Leute mussten Starthilfe leisten. Fehlende Winterreifen sind nach den Erfahrungen der Pannenhelfer kein Thema mehr: „Die Leute sind vernünftig geworden.“

Eine Feststellung, die Katrin Ronshausen vom Autohaus Eisenträger bestätigt. Die Autos seien mit Winterreifen ausgerüstet, kurzfristige Nachfragen seien eher die Ausnahme. Winterbedingte Ausfälle seien auch sonst nicht bekannt geworden. Unterdessen ist der Bauhof in Eschwege seit Sonntagvormittag mit kurzer Unterbrechung im Einsatz. „Wir haben gut zu tun“, so Albert Rimbach. Um vier Uhr war gestern die Nacht für die Männer von Räum- und Streudienst zu Ende. „Wir konzentrieren uns auf die verkehrsstärksten Straßen und räumen darüber hinaus nur, wenn es unsere Kapazität hergibt“, erklärt Rimbach.

600 Tonnen Salz hat der Bauhof der Kreisstadt in diesem Jahr bereits gestreut. Weitere 800 Tonnen lagern im Depot. Zu Engpässen wird es auch nicht kommen, wenn die Reserven aufgebraucht sind. Rimbach hat nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, als immer mal wieder Streumittel knapp wurden, bei seinen Lieferanten reserviert. Ziemlich ruhig blieb es gestern in der Unfallchirurgie. „Die Leute passen noch auf“, so Dr. Gerd Neumann. Am zweiten oder dritten Schneetag sehe das schon anders aus. „Dann werden sie unvorsichtig.“

Von Harald Sagawe

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