Stillgelegter Bahnhof Eschwege-West kommt unter den Hammer

Werra-Meißner. Zwei Gebäude des 2009 stillgelegten Bahnhofs Eschwege-West stehen in wenigen Wochen zur Versteigerung. Für die Bahnmeisterei und eine Teilfläche des Bahnbetriebswerks, die am 31. März den Besitzer wechseln sollen, hat das Berliner Auktionshaus Karhausen bereits gut 15 Interessenten.

Ende Juni soll dann der unter Denkmalschutz stehende Ringlokschuppen unter den Hammer kommen.

Alle drei Gebäude stehen zum ersten Mal zur Versteigerung. „Wir sind zuversichtlich, dass die Gebäude verkauft werden“, sagt Auktionator Matthias Knake und verweist auf die hohe Abverkaufsquote für Bahnobjekte, die bei nahezu 100 Prozent liege. 2010 hat das Auktionshaus mit der Vermarktung von Bahnhöfen begonnen und seitdem bundesweit gut 700 Bahnhöfe veräußert. Darunter auch der Bahnhof in Bad Sooden-Allendorf, der im März 2012 für den Startpreis von 23 000 Euro verkauft wurde, der Bahnhof in Herleshausen, der im Dezember 2012 mit einem Startpreis von 7500 Euro angesetzt und für 27 000 Euro an einen Privatmann verkauft wurde, und der Bahnhof in Hessisch Lichtenau, der im April 2013 mit 6000 Euro in die Auktion ging und für 17 000 Euro den Besitzer wechselte.

Das Bahnhofsgebäude in Neu-Eichenberg hat Knake schon zweimal verkauft: Im April 2013 hatte jemand von auswärts den Zuschlag bekommen, der offensichtlich nicht damit gerechnet hatte, den Bahnhof für den Startpreis von 7000 Euro zu erhalten. Da er nicht zahlte, kam das Gebäude fünf Monate später erneut unter den Hammer. Den Zuschlag gab es wieder für 7000 Euro. „Bei 500 Immobilien kommt so etwas zwei- bis dreimal vor“, sagt Knake. Den meisten seien die Bedingungen einer Auktion bekannt. Falle der erzielte Preis beim zweiten Mal geringer aus, habe der Eigentümer neben den aufgelaufenen Kosten auch Anspruch auf den Differenzschaden.

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