Teuerung bis zu 90 Euro / Ein Sonderkündigungsrecht besteht

Stromkunden müssen ab 2013 mehr zahlen

Werra-Meißner. Lange war die Strompreiserhöhung zum 1. Januar 2013 angekündigt, jetzt haben die Energieversorger ihre ab kommenden Jahres geltenden Preise veröffentlicht. Private Haushalte werden übers Jahr gerechnet zwischen 40 und 90 Euro mehr für ihren Strom bezahlen müssen.

Während die Grundpreise für die Bereitstellung des Anschlusses und des Stromzählers in aller Regel unverändert bleiben, legen die Energieunternehmen staatlicher Umlagen und Abgaben, die zum Teil neu, zum Teil erhöht wurden, auf ihre Kunden um. Dazu gehören unter anderem die EEG-Umlage (Erneuerbare Energien), die KWK-G-Umlage (Erhaltung und Ausbau der Kraft-Wärme-Koppelung) sowie die sogenannte Offshore-Umlage, über die finanzielle Einbußen von Windparkkraftbetreibern auf offener See ausgleichen soll.

Die Stadtwerke Eschwege mit rund 20 000 Kunden in der Region erhöhen den Preis für ihre „Bestpreis-Kunden“ von 22,99 Cent auf 24, 99 Cent. Für einen Durchschnittsverbrauch von 2000 Kilowattstunden (Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnung) bedeutet das 3,33 Euro pro Monat mehr. „Die Erhöhung bezieht sich ausschließlich auf die staatlichen Umlagen“, so der Leiter Marketing und Vertrieb, Peter Ströber. „Bezüglich des Beschaffungspreises gehen wir in naher Zukunft von einer konstanten Entwicklung aus.“

Das Elektrizitätswerk Wanfried von Scharfenberg mit 5300 Kunden erhöht den Preis im E3-Tarif für die Kilowattstunde von 22,82 auf 25,34 Cent. Das Elektrizitätswerk Rohmund aus Niederhone mit 1720 Kunden in der Gemeinde Meinhard erhöht von 23,03 auf 24,99 Cent im Spartarif. Eon Mitte macht in seinem Optimal-Strom-Tarif den größten Preissprung und erhöht um 2,59 auf 26,75 Cent je Kilowattstunde. Auf Grund der Preiserhöhung haben alle Kunden ein Sonderkündigungsrecht und können wechseln.

Von Stefanie Salzmann

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