Ausbau beginnt im Frühjahr 2016

Suche nach Bauunternehmen hält schnelles Internet auf

Werra-Meißner. Der flächendeckende Ausbau von Breitband- und somit schnellerem Internet wird im Werra-Meißner-Kreis kurzfristig verzögert.

Grund hierfür ist eine europaweite Bauausschreibung nach einem Generalunternehmer, der sich um die Verlegung der Glasfaserkabel kümmern wird.

Ursprünglich hatte die Breitband Nordhessen GmbH, die sich seit 2014 mit der Projekt-Planung beschäftigt, bereits für Ende diesen Jahres mit dem Abschluss dieser zweiten Planungsphase gerechnet. Im Februar wurde die erste Phase mit der Verpflichtung von Netcom Kassel als Netzbetreiber abgeschlossen. Diese Art der Verzögerung sei aber nicht ungewöhnlich und halte das über fünf Jahre ausgelegte Projekt nicht auf, wie Breitband Nordhessen-Geschäftführerin Kathrin Laurier versichert. „Schnelleres Internet wird sich positiv auf die regionale Wirtschaft auswirken. Darum haben sich die fünf Landkreise in Nordhessen zusammengetan, um ein Versorgungsnetzwerk der Zukunft für die ländlichen Gebiete zu schaffen. Dass muss nicht nur gut geplant, sondern auch gründlich durchgeführt werden“, sagt Laurier.

Unterstützung hat sich das Unternehmen bereits gesichert: Das Land Hessen hat seine Bürgschaft zugesagt und finanziert das 143,2 Millionen Euro teure Projekt.

Die Ausschreibung endet im Frühjahr 2016, danach werden die Glasfaserkabel von rund 2500 Kilometer Länge unterirdisch verlegt. „Es werden 620 Ortsteile damit vernetzt“, erklärt Laurier. Davon profitieren circa 52 000 Betriebe und rund 380 000 Haushalte in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner und Kassel.

In den Kernstädten im Werra-Meißner-Kreis sind Datenübertragungen von 16 Megabit (Mbit) und höher üblich. Der ländliche Raum ist im Schnitt mit drei Mbit im Internet unterwegs. Bis 2019 sollen aber auch dort 30 Mbit pro Sekunde möglich sein.

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