Comedian Sven Bensmann im E-Werk: Schwarzpulver im Hinterhof

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Immer auf Recherche: Der Comedian Sven Bensmann gastierte mit seinem Programm „Comedy, Musik, Liebe“ im Eschweger E-Werk und bildete sich in den Pausen für seine Stand-up-Einlagen weiter. 

Jung, unkonventionell und neugierig - der Comedian Sven Bensmann strapazierte die Lachmuskeln seines Publikums. 

Eschwege. Richtig viel Spaß hatten die Besucher des E-Werks am Freitagabend: Im ausverkauften Foyer begeisterte Sven Bensmann das Publikum. Ungefähr zehn Minuten dauerte es, bis er die sonst etwas schüchternen Nordhessen geknackt hatte. Zum Ende des Abends kannte er etwa die Hälfte der Besucher persönlich mit Namen. „Und du kommst aus Reichensachsen? Man hat mir vorher gesagt, ich soll darüber Witze machen“, sprach er eine Dame im Publikum an. „Nicht ganz, aber aus Langenhain“, antwortete Besucherin Sonja.

Recherche über Langenhain 

In der Pause informierte sich Sven Bensmann über Langenhain und fand heraus, dass im Netz nicht viel zu finden ist – aber man eine Grillhütte mieten kann, Telefon gibt´s auch. „Ich habe die Hütte früher vermietet“, verriet Sonja und kurzerhand rief Bensmann bei der verdutzten Frau an – sehr zur Freude des Publikums. „Ja, leider ist die Hütte erst wieder ab Ostern zu mieten.“

Träger des Bremer Comedy-Preises

Sven Bensmann ist ein junger Comedian, der mit seinem ersten Programm „Comedy, Musik, Liebe“ auf Tour ist und der zur Comedy-Sendung Nightwash gehört. Gerade hat er den Bremer Comedy-Preis in der Kategorie Nachwuchs gewonnen. Musik spielt eine große Rolle in seinem Programm und neben den witzigen Texten begeisterte er die Besucher mit seiner einzigartigen Stimme, mit der er die lustigen Texte vortrug. Neben Comedian ist er auch Sänger der Indierockband Hi! Spencer, mit der er schon 2017 auf dem Open Flair gastierte.

„Ruft einen Schlager rein, ich kann jedes Lied singen“, forderte er das Publikum auf. „Etwas von G.G.. Anderson“, „G. G. wer?“ „Du bist zu jung“, antwortete das Publikum lachend. Und auch über G. G. Anderson informierte er sich in der Pause. Unterstützt wurde er auf der Bühne von Jan Niermann am Klavier.

Kein Leben als Feuerwerk 

„Die neuen Songs, die aktuell im Radio laufen, sind nichts für mich. Ich frage mich ja, wie lebt man als Feuerwerk? Man wird in einem polnischen Hinterhof mit Schwarzpulver vollgestopft, ist nur drei Tage im Jahr legal käuflich zu erwerben und dann zündet dich irgendwann ein volltrunkener Jugendlicher aus Langenhain an. Ich weiß nicht, ob man das möchte“, sagt Bensmann.

21 Lieder auf Robbbie-Williams-Song

Zum Ende der unterhaltsamen Show zeigte Bensmann, wie viele andere Lieder er auf die Melodie von Robbie Williams‘ Song Angels noch singen kann; ganze 21 Songs kamen dabei heraus.

„Wir hatten hier heute einen richtig guten Abend, es hat uns sehr viel Spaß gemacht“, erklärten Sven Bensmann und Jan Niermann zum Schluss. Das Publikum ging mit Muskelkater im Bauch und in den Lachmuskeln nach Hause und war sich sicher: „Von dem wird man sicher noch viel hören. Schön, dass wir ihn heute in so kleinem Rahmen erleben durften.“

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