Wärmewende in der Region im Blick

Tag der erneuerbaren Energien: Kreis bewirbt sich mit Modellvorhaben

Sind ein wichtiger Bestandteil der Wärmewende: die Holzhackschnitzel, die künftig fürs ressourcenschonende Heizen eingesetzt werden sollen. Foto: privat

Werra-Meißner. Anlässlich des  Tages der erneuerbaren Energien hat sich der Kreis beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“ beworben – mit dem Projekt „Wärmewende Werra-Meißner-Kreis“ in der Kategorie Ressourcen- und Ennergieeffizienz.

Die Wärmewende

Das Projekt „Wärmewende Werra-Meißner-Kreis“ besteht aus den beiden geförderten Modellvorhaben „Holzige Biomasse“ und „Energetische Quartierssanierung“. Das berichtet Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann. Ziel des Projektes sei, das 2012 beschlossene Klimaschutzkonzept des Kreises im Bereich der Wärmewende qualifiziert umzusetzen.

„Dies erfolgt durch zusätzliche Bereitstellung heimischer Biomasse als regenerativer Energieträger sowie deren regionaler Nutzung in Verbindung mit energetischen Sanierungen von Gebäuden“, sagt Wallmann. Fördergeber seien die KfW-Bankengruppe und das Land Hessen. Beide Projekte hätten die Konzeptphasen erfolgreich abgeschlossen und würden 2018 umgesetzt.

Die Holzige Biomasse

Beim Modellvorhaben „Holzige Biomasse“ sollen bisher wenig genutzte holzige Materialien wie Baum- und Strauchschnitt aus Hausgärten, Gewerbe, Straßenbegleitgrün sowie Landschaftspflegeholz flächendeckend an dezentralen Sammelstellen gemeinsam erfasst, aufbereitet und einer energetischen Verwertung zugeführt werden.

Dabei werden laut Wallmann zwei Brennstoff-Qualitäten erzeugt, die in Großfeuerungsanlagen mit Nahwärmenetzen oder in Hackschnitzelheizungen zum Beispiel für Schulen kohlenstoffdioxid-neutral eingesetzt werden. Die sechs bestehenden Anlagen sparen laut Wallmann schon zirka 1300 Tonnen CO2 in. Der regional erzeugte Brennstoff stärke auch die lokale Wertschöpfung. Im Idealfall werden die Brennstoffe ohne weitere Transportwege in den Siedlungen eingesetzt, die im zweiten Modellvorhaben weiterentwickelt wurden.

Die Quartierssanierung

Neben energetischen Aspekten spielen bei der Quartierssanierung Themen wie Demografie, Wohnen im Alter und Gebäudeleerstände eine Rolle. „Dieser ganzheitliche Ansatz bietet für ländlich geprägte Regionen sehr gute Möglichkeiten zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung“, meint Wallmann.

Die Umsetzung erfolge als interkommunales Sanierungsmanagement, wodurch privaten, gewerblichen und kommunalen Gebäudeeigentümern kostenlose und hochwertige Beratungsleistungen als individuelle Sanierungsfahrpläne angeboten würden. Bau- und Fördermittelberatung für Immobilienbesitzer stehen im Vordergrund. Mit dabei sind Eschwege, Herleshausen, Großalmerode, Witzenhausen, Germerode und Netra. Weitere Kommunen können teilnehmen. Koordinator ist der Kreis. Bürger dürfen sich beteiligen.

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