Arbeiten nahezu abgeschlossen

Werratalsee: Tauchplane für Naturbad wird installiert

Ein Mitarbeiter des THW zieht einen Baumstamm aus dem Werratalsee.
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Umfangreiche Vorarbeiten: Um die Tauchplane installieren zu können, musste zunächst Totholz aus dem Werratalsee geborgen werden – THW und DLRG übernahmen diese Aufgabe.

Die Tauchplane, die eine Bucht vor der Badestelle des Werratalsee-Südufers vom übrigen See trennen soll, ist nach einer Verschiebung des Liefertermins in Eschwege angekommen.

Dem Fortgang des Baus des Naturfreibads steht also endgültig nichts mehr im Wege. „Die Tauchplane liegt bereits im Werratalsee vor Anker“, bestätigt Markus Mengel, Fachbereichsleiter des Tiefbauamtes Eschwege, auf Anfrage unserer Zeitung.

Noch sei die Grundkonstruktion der Plane nicht im See ausgebreitet. Diese Arbeiten, so Markus Mengel, sollen bereits heute, spätestens aber morgen abgeschlossen werden.

Tauchbecken wird wie Ölsperre wirken

Wohl einmalig in Deutschland ist die Bauart des rund 10 000 Quadratmeter großen Naturfreibads im Werratalsee: Vereinfacht gesagt, wird das Tauchbecken wie eine Ölsperre wirken. Dazu wurde ein Halbbogen mit etwa 60 Meter Durchmesser geschweißt, der an den zwei Fundamenten in Ufernähe befestigt ist.

Auf etwa 140 Metern wird daran die Tauchplane befestigt. Anschließend wird das Wasser im Inneren geklärt und später eine Filtration eingebaut. Zwischen dem Seewasser und dem Wasser im Naturfreibad soll es einen minimalen Austausch geben.

Corona-Pandemie erlaubt bisher keinen Badebetrieb

Im vom See abgetrennten neu geschaffenen Badebereich werden zukünftig weiterhin regelmäßig Wasserproben entnommen und streng kontrolliert, ob alle gesetzlichen Vorgaben nach der Badegewässerverordnung erfüllt werden. Diese Beprobungen führt ein externes Institut durch.

Hinsichtlich der Wasserqualität könnte bei Bedarf kurzfristig beispielsweise mit Hilfe einer Phosphor-Fällung entgegengesteuert werden. Die Kreisstadt Eschwege arbeitet hier engmaschig mit dem Gesundheitsamt und externen Gutachtern zusammen und kann auf Erfahrungen aus dem bisherigem Seemonitoring zurückgreifen.

Einen Wermutstropfen aber gibt es: Um die derzeitigen Sicherheitsvorgaben und Regularien, die im Zuge der Corona-Pandemie von der Hessischen Landesregierung erlassen wurden, einhalten zu können, war das Baden am Badestrand des Südufers des Werratalsees in dieser Saison bisher nicht möglich. Es bleibt abzuwarten, ob eventuell weitere Lockerungen im August das Baden im neuen Eschweger Naturfreibad noch in diesem Jahr möglich machen.

Totholz aus dem Werratalsee geborgen

Um das „Freibad im See“ fertigzustellen, mussten umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden. So wurde unter anderem Totholz vom Grund des Werratalsees geborgen. Bereits im November hatte das Technische Hilfswerk (THW) Eschwege rund 40 Festmeter Holz aus dem Gewässer geholt.

Bei den Arbeiten war das THW auf die Taucher der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) angewiesen. Wegen der Corona-Pandemie durften diese aber lange Zeit nicht wieder zusammenkommen – erst zu Monatsbeginn wurden die Maßnahme abgeschlossen. 

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