The Beatbox zu Gast in der Eschweger Stadthalle

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Es war wie eine Reise in die musikalische Vergangenheit: Die Cover-Band The Beat Box imitierte die britische Kultband Beatles nahezu perfekt.

Eschwege. Wenn man auf dem Plakat mit dem Slogan „Die besten Beatles seit den Beatles“ für seine Veranstaltung wirbt, legt man die Messlatte ziemlich hoch.

Am Mittwochabend waren dann The Beatbox zu Gast in der Eschweger Stadthalle, um die Ära der Beatles wieder aufleben zu lassen. Mit schwarzen Anzügen und den typischen Pilzkopffrisuren stehen da Riccardo Bagnoli, Filippo Caretti, Mauro Sposito und Federico Franchi auf der Bühne, und alles erinnert an die Band aus dem englischen Liverpool.

Und auch vom ersten Ton an stimmt dort einfach alles. Stimmlich wie auch musikalisch ist die Coverband nah am Original. Mit den frühen Beatles-Songs wie „I saw her standing there“, „I want to hold your hand“ und „All my loving“ eröffnet die Band den Abend und begeistert auch gleich das Publikum. Aber nicht nur als Band funktioniert The Beatbox super, auch bei Stücken wie „Yesterday“ oder „In my life“ zeigen die Musiker, dass sie auch allein auf der Bühne überzeugen können.

Die Ansagen machen sie auf Englisch, teilweise sogar mit britischem Akzent, nur ganz selten kann man hören, dass sie eigentlich aus Italien kommen.

Die vier Italiener machen eine Reise durch die gesamte Ära der Beatles und ändern dazu auch immer ihre Kostüme und die Instrumente. Ab „A hard day’s night“ steht die Band in den typischen grauen Anzügen auf der Bühne, im zweiten Teil des Abends werden neben den Klamotten auch die Haare wilder. Nach der Pause stehen Stücke der späteren Beatles ab 1966 und dem Album „Revolver“ auf dem Plan: „Strawberry Fields forever“, „Sgt. Pepper’s lonely Hearts Club Band“ oder „With a little help from my friends“ sind nur einige der Lieder, die die Besucher begeistern. Zum großen Finale mit „Imagine“ und „Hey Jude“ singt dann auch das komplette Publikum begeistert mit.

Besonders Riccardo Bagnoli, der die Position des Beatles-Sängers Paul McCartney übernimmt, ist nah am Original. So hat er für The Beatbox extra gelernt, die Bassgitarre als Linkshänder zu spielen. Aber auch Gestik und Mimik stimmen bei ihm überein.

Die Zuschauer bekamen also nicht zu viel versprochen: ein Beatles-Erlebnis der Extraklasse, das man bereits seit den 1970er-Jahren nicht mehr im Original erleben kann. 

Von Sonja Berg

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