Luxusproblem wird behoben

Weil das THW Eschwege ständig wächst, wird jetzt eine neue Zentrale geplant

Unterstützung der Feuerwehr: Brennende Strohballen bei Hitzerode hat das THW Eschwege im Mai bekämpft.
+
Unterstützung der Feuerwehr: Brennende Strohballen bei Hitzerode hat das THW Eschwege im Mai bekämpft.

Weil das THW so viele neue Mitglieder unterbringen muss, wird jetzt eine neue Zentrale in Eschwege geplant und bald gebaut - unweit vom bisherigen Standort am Hessening entfernt.

Eschwege – Das Technische Hilfswerk in Eschwege steht vor einem Luxusproblem: Sie haben zu viele Mitglieder. Zumindest gemessen an den räumlichen Kapazitäten, die sie am Standort am Hessenring in Eschwege vorhalten. Deswegen wird jetzt eine neue Zentrale geplant. Ein Grundstück dafür gibt es schon – nicht mal weit vom bisherigen Standort entfernt.

Im Industriegebiet Hessenring, genauer in der Eisenacher Straße zwischen dem Norma und der Firma Hessensound hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) ein passendes Grundstück gefunden. Die Eschweger Stadtverordnetenversammlung hat dem Kauf bereits einstimmig zugestimmt. So oft, wie man zuletzt auf Hilfe des Eschweger THW angewiesen gewesen sei, sei das selbstverständlich, wie Stadtverordneter Karsten Grubbe (CU) vor dem Plenum sagte.

Knapp 11 000 Quadratmeter ist das Grundstück groß. Nicht der komplette Bereich soll bebaut werden, wie Zugführer Michael Kuß-Schönzart mitteilt. Rund 6000 Quadratmeter werden wohl bebaut. Ein Multifunktionsgebäude und mehrere Fahrzeughallen sollen entstehen. Um die Planung und Finanzierung kümmert sich die Bima. Für das Grundstück sind rund 200 000 Euro vom Bund in die Stadtkasse geflossen. Weitere Investitionen sollen folgen.

Das THW Eschwege rechnet mit einer Fertigstellung des neuen Hauptquartiers 2024 oder 2025. Das ist schneller als gedacht und hat mit dem Aufbau des Impfzentrums in Eschwege im Dezember zu tun, das als erstes in Hessen fertiggestellt war, wie Kuß-Schönzart berichtet. Damals war der Landesbeauftragte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland Marcus Hantsche in Eschwege, um sich vom Fortschritt der Bauarbeiten zu überzeugen. Ihn machten die Eschweger auf die beengten Verhältnisse am derzeitigen Standort aufmerksam. Plötzlich ging alles ganz schnell.

Hier soll das neue Gebäude des THW stehen

Denn die Not ist groß in Eschwege. Die Fahrzeuge einer kompletten Fachgruppe stehen derzeit im Freien. Aber nicht nur technisch, sondern auch personell hat sich das THW Eschwege ordentlich erweitert. Die Einsatzabteilung ist innerhalb weniger Monate von 45 auf 60 gestiegen. Allein während der Pandemie kamen zehn neue Aktive hinzu, die jetzt die nötigen Lehrgänge absolvieren. Seit 2003 besteht zu dem eine Jugendgruppe, die ebenfalls wächst. Jungen und Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren können sich – ohne Pandemie – dienstags ab 18.30 Uhr oder freitags ab 17.30 Uhr in technischen Aktivitäten austoben.

Speziell ausgebildete Jugendbetreuer sind für den THW-Nachwuchs zuständig. Auch die THW-Jugend ist schon mit Schutzausrüstung ausgestattet. Hier ergibt sich ein weiteres Problem, wie Kuß-Schönzart beschreibt. „Eigentlich müsste jedes Mitglied zwei Spinde haben – einen für die Privatkleidung und einen für die Einsatzkleidung.“

Die Kapazitäten in der Bebraer Straße sind aber so beengt, dass selbst dafür der Platz fehlt. Nach einer Umstrukturierung hat jetzt wenigstens jeder einen Spind.

Boom bei den Helfern: So vielfältig sind die Einsätze des THW

Die Einsätze des Technischen Hilfswerks (THW) Eschwege sind vielfältig. Das ist einer der Gründe, warum die Mitgliederzahl statig wächst.
Die Einsätze des Technischen Hilfswerks (THW) Eschwege sind vielfältig. Das ist einer der Gründe, warum die Mitgliederzahl statig wächst.
Die Einsätze des Technischen Hilfswerks (THW) Eschwege sind vielfältig. Das ist einer der Gründe, warum die Mitgliederzahl statig wächst.
Die Einsätze des Technischen Hilfswerks (THW) Eschwege sind vielfältig. Das ist einer der Gründe, warum die Mitgliederzahl statig wächst.
Boom bei den Helfern: So vielfältig sind die Einsätze des THW

Mit dem Neubau sollen alle Probleme behoben werden. Auf dem Grundstück wäre sogar noch Platz, weiter anzubauen. Das wäre dann das nächste Luxusproblem. (Von Tobias Stück)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare