Vorbereitung auf Quarantäne: Vorräte und Pflege für sich und Angehörige 

Für den Fall, dass Menschen in Quarantäne müssen, sollten sie vorbereitet sein. Einige Tipps, zu denen auch gehört, dass Vorräte für zwei Wochen und nicht zwei Jahre reichen sollten. 

Werra-Meißner.  Toilettenpapier, Dosennahrung und Nudeln sind nur einige Dinge, die aktuell gehamstert werden. Überall bereiten sich Menschen auf den Fall vor, dass sie wegen des Coronavirus in die Quarantäne müssen. Was vorrätig sein sollte und wie sich isolierte Patienten verhalten sollten, steht im Pandemieplan des Werra-Meißner-Kreises.

Vorräte anlegen

Vorräte und weitere Grundbedarfsmittel sollten angeschafft werden. Dazu wird im Pandemie-Plan empfohlen, sich für 14 Tage einzudecken:

. Genügend Getränke wie Wasser, Tee, Suppen. Hier wird mit zwei Litern pro Person und Tag gerechnet.

. Für 14 Tage sollte pro Person an Lebensmitteln vorgehalten werden: 4,5 Kilo Getreide, 2 Kilo Gemüse, 0,5 Kilo Fette, 2 Kilo Fleisch, 2 Kilo Obst und 4,5 Kilo Milch.

. Erforderliche Spezialkost wie Babynahrung oder Diabetikerkost.

. Der Grund-Haushaltsbedarf wie Papiertaschentücher.

. Gegebenenfalls Tiernahrung.

. Gegebenenfalls regelmäßig notwendige Medikamente.

Tipps zur Vorratshaltung:

. Nur Lebensmittel und Getränke auf Vorrat kaufen, die üblicherweise gegessen werden.

. Vorwiegend unbegrenzt oder längerfristig haltbare Lebensmittel kaufen.

. Lebensmittel kühl, trocken, lichtgeschützt und luftdicht verpackt aufbewahren.

. Frisch gekaufte Lebensmittel nach hinten stellen und ältere zuerst aufbrauchen.

Verhaltenstipps

Wird ein Patient mit Infektion oder Verdacht auf Infektion unter Quarantäne gestellt, sollte er folgende Verhaltensregeln beachten:

. Im Vorfeld klären, wer bei einer Erkrankung helfen kann und mit dieser Person sprechen.

. Bei Erkrankung ruhen und schonen, um dem Körper Energie zur Bekämpfung der Erkrankung zu geben.

. Kontakt mit anderen Personen vermeiden und Zuhause bleiben.

. Reichlich Flüssigkeit trinken, um Verluste durch Schwitzen auszugleichen.

. Gegen Fieber und Muskelschmerzen kann Paracetamol eingenommen werden (Vorsicht vor Überdosierungen). Erwachsene können auch Acetylsalicylsäure (unter anderem der Wirkstoff in Aspirin) einnehmen.

. Kochsalzlösungen und Nasenspray helfen bei verstopfter Nase.

. Niesen und Husten in Einmal-Taschentücher, die direkt danach in den Abfalleimer geworfen werden.

. Feuchte Wickel, um Fieber zu senken.

. Regelmäßig lüften.

. Bei der Pflege von erkrankten Angehörigen Einmalhandschuhe tragen.

. Regelmäßige und gründliche haushaltsübliche Reinigung der Handkontaktflächen wie Sanitäreinrichtungen und Türgriffe.

. Gebrauchte Mund-Nasen-Schutze, Einweghandschuhe und Einmaltaschentücher in einen Sack geben, diesen verschließen und über den Restmüll entsorgen.

Ansteckung verhindern

Um eine Ansteckung zu erschweren, gibt es im Pandemieplan diese Hinweise:

. Häufiges, 30 Sekunden langes Händewaschen mit Wasser und Seife. Besonders nach Kontakt mit Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden. Außerdem nach Toilettenbenutzung, vor den Mahlzeiten und nach dem Niesen oder Schnäuzen.

. Augen, Mund und Nase nicht mit den Händen berühren, da so die Erreger auf die Schleimhäute gelangen können, die das Einfallstor der Viren sind.

.  Keine Besuche bei infizierten Personen.

.  Bei infizierten Personen im Haushalt: Getrenntes Ess- und Trinkgeschirr benutzen und Oberflächen wie Waschbecken nach der Benutzung reinigen.

. Keine größeren Menschenansammlungen.  

Rubriklistenbild: © imago images/Steinach

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