Kommunen in Warteschlange

Topf für neue Kitas schon leer – Nur 18 von 27 Anträgen bewilligt

Topf für neue Kitas schon leer – Nur 18 von 27 Anträgen bewilligt 
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Topf für neue Kitas schon leer – Nur 18 von 27 Anträgen bewilligt 

Die Mittel, die das Land Hessen und der Bund den Kommunen über das Investitionsprogramm mit dem sperrigen Namen „Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetz“ zum Ausbau der Kinderbetreuung in Kita- und Krippenbereich zur Verfügung stellten, reichen hinten und vorne nicht.

Werra-Meißner – Im Jahr 2019 haben im Werra-Meißner-Kreis 27 Kommunen beziehungsweise Träger Anträge auf Förderung gestellt. Profitiert haben von dem Programm bisher lediglich die ersten sechs auf der Liste, darunter die Städte Witzenhausen und Eschwege.

Jetzt haben Bund mit 77 Millionen und Land mit 92 Millionen Euro in einer Fortschreibung des Programm bis 2021 noch mal nachgelegt. Doch auf den Landkreis entfallen aus dem großen Topf wieder nur 6,4 Millionen. „Mit denen können gerade mal die Altanträge abgearbeitet werden“, sagt Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt. Das Antragsvolumen für die Schaffung von Betreuungsplätzen im Kreis beläuft sich auf 5,6 Millionen Euro, übrig bleiben nach deren Abarbeitung der Altanträge aber nur 3, 6 Millionen Euro.

„Das ist ein katastrophales Gesamtergebnis, das ich so nicht hinnehmen will“, sagt Eckhardt. Denn auch seine Kommune wird sich mit ihren Projekten hinten anstellen müssen oder die Betreuungsplätze zunächst über den freien Kapitalmarkt finanzieren müssen. Inzwischen ist die Verteilung der knappen Fördermittel vom Land auf den Landkreis übergangen.

In einer Bürgermeisterdienstversammlung haben sich im November Bürgermeister und Kreis darauf verständigt, welche Projekte bei der Förderung Vorrang haben. Dazu gehören unter anderem mit 900 000 Euro der Krippenneubau in Reichensachsen, der im Rohbau bereits fertig ist, sowie die Erweiterung eines Kindergartens in Herleshausen mit 500 000 Euro.

Dem folgen noch drei Waldkitas im Kreis mit je 50 000 Euro, dann kommen die Sanierung der katholischen Kita Sontra mit 200 000 Euro und die Kita Großalmerode mit knapp 340 000 Euro auf Platz 18. Alle Anträge ab Platz 19 müssen sich gedulden. Hinzugekommen sind kürzlich noch die Gemeinde Meinhard und Wanfried, die ebenfalls neu bauen wollen. Die Prioritätenliste soll diese Woche noch vom Kreisausschuss abgesegnet werden. (Von Stefanie Salzmann)

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