25 Jahre: Tourismus in Eschwege ist erwachsen

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Seit 25 Jahren ist der Hospitalplatz 16 die Top-Adresse für ratsuchende Touristen. Mit den Broschüren der ersten Stunde in Händen freuen sich Bürgermeister Alexander Heppe, die Männer der ersten Stunde, Matthias Sadowsky und Ullrich Krüger, sowie Geschäftsführerin Jutta Riedl über die positive Entwicklung. Man achte auf das Atompilzlicht über Eschwege auf dem vierten Prospekt von links.

Vor 25 Jahren wurde die Tourist-Information in Eschwege gegründet. Seitdem hat sich eine Erfolgsgeschichte entwickelt.

Eschwege. Bürgermeister Alexander Heppe ging noch in die Schule, die Pensionäre Matthias Sadowsky und Ullrich Krüger waren mehr oder weniger jung im Amt und Jutta Riedl hieß noch Jünemann. Das war vor 25 Jahren, als im Parterre des städtischen Hauses Hospitalplatz 16 das Verkehrsbüro eröffnet wurde, das heute Tourist-Information heißt.

Damals waren die Eschweger Hotels gut ausgelastet von Geschäftsreisenden der florierenden Firmen, allen voran Massey und Woelm, an Tourismus wurde kein Gedanke verschwendet. Der damalige Leiter des Amtes für Soziales und Kultur, Ullrich Krüger, machte der gänzlichen städtischen Untätigkeit auf diesem Gebiet ein Ende, fand beim Ersten Stadtrat Matthias Sadowsky offene Ohren. Die beiden erkannten die Notwendigkeit, ein touristisches Profil zu entwickeln. Pünktlich zum Deutschen Wandertag 1987 wurde das Verkehrsbüro eröffnet, die ersten Stadtführer betreuten 1988 bei 99 Terminen 2017 Personen, 2011 waren es bei 228 Führungen 3639 Personen (die Gruppen sind kleiner, die Themen mehr geworden).

Übernachtungsverzeichnis, Wanderkarten, Beschilderung, Zimmervermittlung und vieles mehr gehörten zur touristischen Pionierarbeit, erzählt Jutta Riedl rückblickend. Sie war von Witzenhausen abgeworben worden, was dort keine freundlichen Reaktionen zur Folge hatte.

Von 1990 an gab es ein Sommerprogramm mit Heimatmuseum, Segelrundflügen, Kutschfahrten, geführten Radwanderungen und einem wöchentlichen Bridgeturnier. „Wir mussten erfinderisch sein, um mit kleinem Etat auf dem Markt wahrgenommen zu werden“, erinnert sich Jutta Riedl an das Budget von 90 000 Mark im ersten Jahr. Damals wie heute (290 000 Euro) bleibt davon nur ein Bruchteil für die eigentliche Arbeit übrig, jeder Bleistift muss davon finanziert werden. Der erste PC in der Stadtverwaltung stand in der Tourist-Information, aus der im Laufe der Jahre auch viele Impulse kamen, zum Beispiel für die gesamte Infrastrukturentwicklung des Werratalsees, unterstreicht Matthias Sadowsky, dass es gegen Widerstände weitsichtig und richtig war, in den Tourismus zu investieren.

Heute haben Eschwege und seine Partner Meinhard und Wanfried eine „supertouristische Infrastruktur mit hoher Erlebnisdichte“, sagt Jutta Riedl nicht ohne Stolz.

Gemeinsam mit dem Wurschtfest am 7. Oktober wird das touristische Jubiläum am Hospitalplatz gefeiert.

Von Helmut Mayer

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