Tourismusberatung: Buchungsportale zur Zimmervermarktung zu kraftlos und ineffektiv

Werra-Meißner. Gegenwärtig kraftlos und nicht besonders effektiv: Die regionalen Buchungsportale im Internet bekommen von einer Tourismusberatung aus Hannover ein schlechtes Zeugnis dafür ausgestellt, wie gut dort Übernachtungsmöglichkeiten reserviert werden können.

In Auftrag gegeben worden war die Untersuchung von dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, dessen Geschäftsführer Marco Lenarduzzi dieses „wenig berauschende Ergebnis“ zum Anlass nehmen möchte, etwas zu verändern.

Durchforstet hat die Tourismusberatung die Seiten der drei Tourist-Informationen aus Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen sowie der Werratal Tourismus Marketing GmbH. „Nur wenige der dort gelisteten Betriebe bieten überhaupt die Möglichkeit an, ein Zimmer online zu buchen“, gibt Lenarduzzi die Untersuchungsergebnisse wider.

In Eschwege seien das von 38 Betrieben zum Beispiel nur fünf, in Witzenhausen von 43 kein einziger. Bei allen anderen müssten von den Kunden erst einmal Anfragen an die Hotels und Ferienwohnungen verschickt werden, ob zu dem gewünschtem Datum noch etwas frei ist. „Das will heute keiner mehr“, sagt Lenarduzzi. Zudem würden generell nur 1,5 Prozent aller Buchungen über regionale Suchportale erfolgen, fast die Hälfe aber direkt bei der Unterkunft und gut ein Viertel über die bekannten Buchungsportale wie booking.com oder HRS.

Dort sind mittlerweile 99 von 119 Betrieben ab zehn Betten aus dem Kreisgebiet angemeldet. Laut Christian Pelikan, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga aus dem Werra-Meißner-Kreis sowie Hotelier in Bad Sooden-Allendorf sei das der richtige Weg, um sein Hotel oder seine Ferienwohnung zu bewerben. „Aufgrund dieser Portale vermarkten wir die Region und erreichen Belegungszahlen, von denen wir früher nur geträumt haben.“

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