Besim Beciri eröffnet Mittwoch

Der Goldene Engel hat einen neuen Pächter

Traditionsgasstätte: Besim Beciri ist der neue Pächter des Goldenen Engel in Eschwege. Heute eröffnet der Gastronom die traditionsreiche Gaststätte. Foto:  Sagawe

Eschwege. Der Goldene Engel ist der ältestes Gasthof Eschweges. Jetzt hat er einen neuen Pächter. Besim Beciri will am Mittwoch eröffnen.

Er will die einfachen Traditionsgerichte servieren, seinen Gästen aber auch „etwas Feines“ auftischen. Besim Beciri hat den Goldenen Engel Hinter den Scheuern in Eschwege übernommen. Am Mittwoch feiert der Gastronom gemeinsam mit seiner Frau Ellen, drei Angestellten und seinen Gästen Eröffnung.

Zwölf Jahre hat Beciri im nur wenige Meter entfernten Wiener serviert, war auch schon im Gasthaus Bierschenk in Oberdünzebach gearbeitet. Sechzehn Jahre sei er inzwischen in der Gastronomie tätig. „Ich habe viel Erfahrung gesammelt, und dabei hat sich die Idee entwickelt, einen eigenen Betrieb aufzubauen“, erzählt Beciri. Er habe einige Zeit gesucht, das eine oder andere Objekt geprüft. Alles gepasst habe aber erst mit dem Goldenen Engel. „Der Betrieb ist nicht zu groß, liegt gut und hat viele Stammgäste“, beschreibt der Jungunternehmer die Vorzüge seiner ersten eigenen Gaststätte.

In der Kneipe mit 35 Sitzplätzen, einem Saal mit 40 Stühlen und im Sommer auch im Biergarten will Beciri an sieben Tagen in der Woche für seine Gäste da sein. Dienstag bis Sonntag serviert er mittags und abends warme Küche, an den Montagen ist nur abends geöffnet. Seine Spezialität sind Rumpsteak - das ist die „feine Küche“ - und Schmandschnitzel, das eher für die traditionellen Gerichte steht.

Frisch gezapft gibt es Bier, aus dem Keller kommt eine gut sortierte Auswahl deutscher Weine. Viele Vereine würden zu den regelmäßigen Gästen zählen, weiß der Wirt. Familienfeiern will der Gastwirt im Goldenen Engel ebenfalls ausrichten.

Gaststätte mit Tradition

Wenn der Goldene Engel Hinter den Scheuern in Eschwege als älteste Gaststätte der Kreisstadt bezeichnet wird, handelt es sich nach Recherchen von Hobbyhistoriker und Kneipenkenner Jürgen Beck um eine Verwechslung mit der Herberge gleichen Namens, die 1596 an der Ecke Stad/Forstgasse errichtet worden war und 1637 abbrannte. Das Gebäude Hinter den Scheuern, berichtet Beck, hat 1824 der Metzger Johannes Zeuch von einer Familie Daudenberg gekauft. Dessen Sohn Jacob, ebenfalls Metzger, taucht in der Eschweger Stadtrechnung 1853 als Wirt auf. Es folgen Vater Jacob Riemann, Sohn Ernst und Enkel Wilhelm. Nach den Riemanns waren von 1927 bis 1966 Wilhelm und dann seine Witwe Christine Jost die Inhaber, später Werner und Meta Lips. Dieter und Brunhild Göbel hießen die Wirte von 1983 bis 1990. Mara Rösler und schließlich Rita Forbert waren die letzten Pächter vor der Übernahme durch Besim Beciri. (hs)

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