Eindampfen von Abfällen keine Alternative

K+S treibt Pläne für die Salz-Pipeline voran

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Werra-Meißner. Das Eindampfen von Salzabfällen ist für K+S ist vom Tisch. Das erklärt der Kasseler Düngemittelhersteller. Damit ist für Kritiker des Konzerns und Bürgerinitiativen klar: Alles läuft auf eine Salz-Pipeline zur Oberweser und ein Speicherbecken im Kreisteil Hofgeismar hinaus. Ein entsprechender Antrag ist beim Regierungspräsidium Kassel nun eingegangen.

Bisher war die Pipeline, die Salzabfälle aus Osthessen zur Oberweser bringen soll, nur eine Variante von vielen. Doch seit Ende Dezember geht es Schlag auf Schlag: Erst taucht die Oberweser-Pipeline im hessischen Koalitionsvertrag auf, dann bestätigt K+S, dass der Antrag so gut wie fertig ist. Nun macht K+S in einer gemeinsamen Mitteilung mit dem Runden Tisch Gewässerschutz Weser/Werra klar: Ein Eindampfen der Salzabfälle wird es nicht geben. Es sei umweltschädlich und zu teuer. Das hätte eine unabhängige Prüfung ergeben.

Gleichzeitig macht das Unternehmen klar, dass auch eine Pipeline zur Nordsee in den nächsten Jahren nicht zu realisieren ist. Für K+S laufe es daher „ausschließlich“ auf Bau einer Pipeline zur Oberweser hinaus, kritisiert Dr. Walter Hölzel vom Verein Werra-Weser-Anrainerkonferenz. Er hält die Argumente von K+S für fadenscheinig: Das Verfahren zum Eindampfen von Salzabfällen sei nicht so teuer, wie behauptet, sagt Hölzel. (gör)

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