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Trotz Rohstoffmangel: Eschweger Brauerei bleibt lieferfähig

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Von: Stefanie Salzmann

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Klosterbrauerei Eschwege
Das kleine Helle (noch in der alten Flasche). © Stefanie Salzmann

Der weltweite Rohstoffmangel macht auch vor der heimischen Brauerei nicht Halt. Besonders rar im Moment: Pappe und Kohlensäure.

Eschwege – Manch passionierter Biertrinker wollte angesichts von Sommer und Hitze schon in Panik verfallen. Waren doch in letzter Zeit zum Teil die Regale, wo sich die Sechserträger Bier der Eschweger Klosterbrauerei befinden sollten, leer. Und auch das Helle in den im Juni eingeführten kleinen Euroflaschen war zuweilen Mangelware. Doch die Brauerei gibt – zumindest – erst mal Entwarnung: „Wir sind noch lieferfähig“, sagt Tanja Beck von der Brauerei. „Keiner muss Angst haben, dass es kein Bier mehr gibt.“

Sie räumt aber ein, dass die Brauerei durchaus Probleme hatte – vor allem mit dem Leergut der neuen kleinen Euroflaschen für das Helle, aber auch mit den neuen Kästen. Die Nachfrage nach dem Hellen in den kleinen 0,33-Liter-Flaschen sei einfach riesig gewesen. Die Brauerei freut es. „Daran kann man sehen, dass die Leute das neue Produkt honorieren.“ Inzwischen habe die Brauerei weitere Kästen – denn die sind neu eingeführt – geordert.

Tanja Beck
Tanja Beck © Eschweger Klosterbrauerei

Mangelware sei zuweilen aber nicht nur das Leergut gewesen, sondern laut Tanja Beck auch Pappe und Papier für die Sechserträger. Auch Bierdeckel habe es eine Weile nicht gegeben, ebenso wie Kohlensäure, die ebenfalls zum Abfüllen des Bieres gebraucht werde. „Wir hatten unwahrscheinlich lange Lieferzeiten, haben uns aber jetzt darauf eingestellt.“ Die ganze Branche habe Probleme, viele Dinge seien nicht ständig verfügbar und schon gar nicht spontan und schnell.

Das bestätigt beispielsweise auch der Getränkemarkt in Reichensachsen, wo es zwar ausreichend Bier gibt, dafür aber Wasser knapp ist. Ein Lieferant hatte einige Zeit keine Kohlensäure, ein anderer kein Leergut. Und auch Eiswürfel sind seit Wochen nicht zu bekommen, berichtet eine Mitarbeiterin.

Entwarnung gibt die Klosterbrauerei aber auch jetzt für das morgen beginnende Open-Flair-Festival, wo erfahrungsgemäß einiges an Bier gebraucht wird. Immerhin werden sich um die 20 000 feierfreudigen Gäste in der Stadt aufhalten. Die Supermärkte seien alle ausreichend beliefert worden. „Von uns aus muss keiner dursten.“

Auch ein weiteres Problem habe die Eschweger Klosterbrauerei jetzt gelöst. War es doch zum Teil an den Rückgabeautomaten schwierig, weil diese die neuen Kästen nicht erkannt hatten. Das habe daran gelegen, dass die Kästen bereits im Juni auf dem Markt eingeführt worden waren, die Zertifizierung für die Scanner aber erst jetzt Anfang August erfolgt war. (Stefanie Salzmann)

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