Vortriebsarbeiten im Zeitplan: Abschluss wohl noch 2015

Tunnelbauten für A 44 auf der Zielgeraden

Arbeiten liegen im Zeitplan: Alexander Thieme, Leiter des Bereiches Vortrieb/Innenschale von der Firma Müller und Hereth, steht vor dem gewaltigen Schalwagen im Tunnel Küchen, mit dem die Innenschale für die Röhre hergestellt wird. Foto: Ulbrich

Hessich Lichtenau. Der Tunnelbau für die Autobahn 44 im Bereich Hirschhagen und Küchen schreitet zügig voran. Geht alles glatt, werden die Vortriebsarbeiten im Bereich Hirschhagen für Hessens längsten Tunnel (4,2 Kilometer) laut Hessen Mobil noch in diesem Jahr beendet. Auch der Bau des Tunnels Küchen liege voll im Zeitplan.

Bis zur Freigabe für den Verkehr werde es aber bis 2017 in Küchen und zwischen 2018 und 2019 in Hirschhagen dauern. Dies hänge damit zusammen, dass nach den so genannten Vortriebsarbeiten (Bagger-, Spreng- und Betonarbeiten im Tunnel) erst die technische Ausstattung mit Belüftung, Stromversorgung und Technik sowie Fluchtwegen erfolge, sagte Dezernatsleiter Reinhold Rehbein von Hessen Mobil.

Sind diese Arbeiten abgeschlossen, erfolge eine dreimonatige Testphase für die Technik: „Um sämtliche Anlagen auf Herz und Nieren zu prüfen, spielen wir dann das Szenario durch, dass täglich tausende Fahrzeuge durch den Tunnel rollen.“

Bisher haben die Tunnelbauer bei Hirschhagen gut zwei Kilometer von Osten und 750 Meter von Westen fertiggestellt – es fehlen also noch knapp 1,3 Kilometer. Die Dimensionen sind gewaltig: Allein der Tunnel bei Hirschhagen wird bis zur Eröffnung circa 350 000 Kubikmeter Beton verschlungen haben – dies entspricht etwa 7500 Einfamilienhäusern, sagte Rehbein weiter. Im Bereich des Tunnels Küchen sind die Vortriebsarbeiten seit Februar beendet, die Beton- und Asphaltarbeiten sollen bis Mitte 2016 abgeschlossen sein. Dann folgt ein ähnlicher Ablauf wie beim Tunnel Hirschhagen mit der weiteren Ausstattung.

Wenn die Vortriebsarbeiten in Hirschhagen beendet sind, werden die Sprengungen komplett beendet sein, auch die Zahl der dortigen Fahrzeugbewegungen soll sich laut Hessen Mobil verringern.                     

Von Nicolai Ulbrich

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