Überwachung der Straßentunnel

Tunnelleitzentrale Eschwege: Autobahn GmbH steigt ab 2021 ein

Schauen in die Röhre: Die Mitarbeiter der Tunnelleitzentrale in Eschwege überwachen alle hessischen Straßentunnel mit einer Länge von mehr als 400 Metern.
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Schauen in die Röhre: Die Mitarbeiter der Tunnelleitzentrale in Eschwege überwachen alle hessischen Straßentunnel mit einer Länge von mehr als 400 Metern.

Weitere Bewegung in der Diskussion um die Tunnelleitzentrale (TLZ) in Eschwege: Sie wird ab 2021 von drei Partnern betrieben.

Eschwege – In die Kooperation von Hessen Mobil und Werra-Meißner-Kreis steigt mit Beginn des nächsten Jahres die Autobahn GmbH ein. Sie wird als Gesellschaft des Bundes ab nächstem Jahr die Autobahnen betreiben.

Die Zukunft der Tunnelleitzentrale an der Bahnhofstraße in Eschwege war bis Februar unklar. Seitens des Kreises bestand die Befürchtung, dass die Tunnelleitzentrale in Eschwege zerschlagen würde, wenn 2021 die neu gegründete Bundesautobahngesellschaft den Betrieb der 13 000 Autobahnkilometer übernimmt.

Im Februar gab die Autobahn GmbH gegenüber dem Kreisentwicklungsausschuss ein klares Bekenntnis zu Eschwege, bis ins Jahr 2034 die 14 hessischen Autobahntunnel von hier zu überwachen. Seit August ist die Autobahn GmbH mit einer Niederlassung in unmittelbarer Nähe zur TLZ in Eschwege vertreten. Die übrigen Tunnel werden weiterhin gemeinsam, wie bisher, von Hessen Mobil und dem Landkreis über die TLZ betreut.

Vor den Augen der Goldmarie: Landrat Stefan Reuß (links und Hessen-Mobil-Präsident Prof. Gerd Riegelhuth besprechen letzte Details.

„Ich freue mich, dass Hessen Mobil und die Autobahn GmbH beide ein klares Bekenntnis zur Tunnelleitzentrale in Eschwege abgeben“, kommentierte Landrat Stefan Reuß die jüngste Entwicklung. „Die TLZ ist eine effektive und erfolgreiche Einrichtung, und darum setzen wir weiter auf die bestehenden und bewährten Strukturen“, sagte Prof. Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen Mobil in dieser Woche während eines Besuchs bei Landrat Stefan Reuß in Eschwege. Es gäbe keinen Grund, daran etwas zu ändern.

Riegelhuth verwies insbesondere auf die bei der TLZ vorhandenen Kompetenzen beim Management des Ersteinsatzes der Rettungskräfte. Die Tunnelleitzentrale überwacht alle hessischen Straßentunnel mit einer Länge von mehr als 400 Metern. Entlang der Autobahnen handelt es sich um aktuell fünf Tunnel, entlang von Bundes-, Kreis- und Gemeindestraßen um aktuell sieben Tunnel. Hinzu kommen drei weitere zu überwachende Objekte. Rund um die Uhr werden von der TLZ aus alle Tunnelsicherheitssysteme überwacht, heißt es vonseiten Hessen Mobils.

Dazu gehören unter anderem die Branderkennung, die automatische CO2-Messung, die Lüftungssteuerung und die Lichtregelung. Störungen werden umgehend registriert und beseitigt. Im Ernstfall steuern die Tunnelexperten das Notfallmanagement: Binnen Sekunden werden betroffene Tunnel gesperrt, Einsatzkräfte alarmiert, Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer per Lautsprecher und via Verkehrsfunk im Tunnel informiert. (Von Tobias Stück)

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