Trotz Witterung und Corona ziehen Bauern positives Fazit

Turbulente Spargelsaison neigt sich dem Ende

Spargelbauer Philipp Wicke vom Gutshof Jestädt hält auf seinem Spargelfeld Spargel in der Hand.
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Grundsätzlich zufrieden mit einer Spargelsaison, die es so noch nie gab: Philipp Wicke vom Gutshof Jestädt.

Eine turbulente Spargelsaison neigt sich ihrem Ende entgegen. Trotz der widrigen Witterungsbedingungen und der Corona-Pandemie ziehen die heimischen Spargelbauern ein positives Fazit.

„Es ist eine besondere Situation in einem besonderen Jahr – grundsätzlich aber sind wir zufrieden“, bilanziert Philipp Wicke vom Gutshof Jestädt. Noch ist der Spargel, das „königliche Gemüse“, frisch von den Feldern der Region zu bekommen. Doch wie lange eigentlich noch? Eine althergebrachte Bauernregel besagt: „Kirschen rot, Spargel tot“. Auch „Stich den Spargel nie nach Johanni“ – also nicht nach dem 24. Juni, um die Regenerationszeit für eine ertragreiche Ernte im kommenden Jahr einzuhalten.

Trockener Mai: Erntemenge fiel geringer aus als erhofft

„Die Qualität des Gemüses ist gegen Ende der Saison immer noch eine sehr gute“, sagt Philipp Wicke. „Froh um jeden Tropfen Regen“, der in den vergangenen Tagen fiel, sei er gewesen – denn die Feuchtigkeit komme der Feldfrucht sehr zu Gute. Der trockene Mai dagegen sei ursächlich dafür gewesen, dass die erste Erntemenge noch etwas geringer ausgefallen sei als erhofft.

Und noch ein weiteres Problem hat sich in den vergangenen Monaten erstmals aufgetan: Einen Großteil des heimischen Spargels orderte bisher die Gastronomie – im Corona-Jahr brach diese Abnahme nahezu vollständig ein. „Die Menschen haben sich selbst versorgt, mehr selbst gekocht und in diesem Zuge auch die regionalen Produkte sehr geschätzt“, lobt Philipp Wicke.

Coronavirus: Ausreichend Arbeitskraft war immer zur Stelle

Auch die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich der Saisonarbeiter sind auf den Spargelfeldern der Region nicht wahr geworden. Als wegen des Coronavirus die Grenzen schlossen, war die Angst, ohne Saisonarbeiter auskommen zu müssen, groß. „Niemand ist erkrankt, und ausreichend Arbeitskraft war immer zur Stelle, sodass die Nachfrage bedient werden konnte“, sagt der Jestädter.

Wenn nun Ende Juni die Spargelsaison zu Ende geht, sammeln die Pflanzen Kraft für die kommende Saison – die, so hoffen die Spargelbauern, weniger nervenaufreibend wird.

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