Unbemanntes Flugobjekt umkreist das Festival

Pilot Thomas Mahlmann überwacht den Abflug der Drohne, die am Samstagabend rund ums Festival flog, um Videos zu drehen. Mahlmann, Kameramann Sven Ruhland und René Sprotte vom Flair. Foto: Stefanie Salzmann

Es gleicht einem riesigen Insekt, brummt wie ein Schwarm zorniger Zikaden und hat optisch wenig gemein mit einem heimtückischen Tarnkappenbomber. Die Drohne der Rotenburger Firma „Helicontrol“ umflog am Samstagabend im Auftrag des Open Flairs das Festivalgelände, um Videos für neue Festival-Trailer zu drehen.

Die fünf Kilo schwere Drohne, die in zirka hundert Meter Höhe fliegt, ist zwar ein unbemanntes Flugobjekt, dafür aber ausgestattet mit einer HD-Full-Kamera. In der Luft bleibt sie dank acht Propellern, die über einen Elektromotor betrieben werden. Die Steuerung ihrer Flugbahn funktioniert per GPS. Das Fluggerät darf nur über Gebiete fliegen, in denen sich unmittelbar keine Menschen befinden. Deshalb umkreist sie das Festivalgelände, fliegt über Felder und die Werra. Die Kamera ist so eingerichtet, dass sie auch im Fall einer windbedingten Schrägstellung der Drohne den Boden filmt und nicht die Wolken.

Kameramann Sven Ruhland und Pilot Thomas Mahlmann überwachen Flug und Aufzeichnungen der Drohne während ihres Fluges von zwei Campingssesseln auf einer Ecke des Sportplatzes am Rande des Festivalgeländes aus. .

Einen ersten Testflug machte die Drohne am Samstagnachmittag, pünktlich zum Start des Bosse- Konzertes.

„Wir verwenden die Aufnahmen ausschließlich für eigene Zwecke“, so René Sprotte vom Open Flair. „Die Aufnahmen sollen für neue Trailer über das diesjährige Flair verwendet werden.“

Drohnen werden über Funk vom Boden aus gesteuert und können auch bei relativ starkem Wind Geschwindigkeiten bis zu 40 Stundenkilometern erreichen. Dank ihrer Lautstärke kann sie bisher kaum unbemerkt filmen.

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